Der Fänger im Roggen (J. D. Salinger)

Veröffentlicht 22. Mai 2012 von erlesenebuecher

Pessimismus, Herumirren & Langeweile

(22. Oktober 2011)

Appetithäppchen: Ich-Erzähler des Romans ist Holden Caulfield, der sich zur Zeit seiner Aufzeichnungen zur Erholung und psychiatrischen Behandlung in einem Sanatorium befindet. Sein Roman handelt davon, wie er nach einem Schulverweis für seine schlechten Noten kurz vor Beginn der Weihnachtsferien die Schule vorzeitig verlässt, um dem oberflächlichen, selbstdarstellerischen Verhalten seiner Kameraden und der Schulgesellschaft zu entfliehen. Er traut sich aus Angst vor der Reaktion der hysterisch-nervösen Mutter und des erfolgreichen Vaters nicht sofort nach Hause, sondern irrt drei Tage lang auf der Suche nach menschlicher Nähe und einer Zukunftsperspektive durch Manhattan.

Verfasser: Jerome David Salinger (1919-2010) war ein US-amerikanischer Schriftsteller. Sein bekanntestes Werk „Der Fänger im Roggen“ (The Catcher in the Rye, 1951) verhalf Salinger zu Weltruhm. Der auffällige Sprachduktus des Ich-Erzählers führte neben Begeisterung auch zu Kritik. Das Buch wurde in einigen angelsächsischen Ländern zunächst sogar verboten – es enthält in der Originalausgabe 255-mal den Ausdruck goddam sowie 44-mal das vulgäre Fuck. Obwohl Salinger nur einen Roman, mehrere längere Erzählungen und 35 Kurzgeschichten geschrieben hat, gilt er bis heute als einer der meistgelesenen und -rezensierten amerikanischen Autoren der Nachkriegszeit. Sein literarischer Mythos geht so weit, dass Kritiker ein ganzes Jahrzehnt der amerikanischen Literaturgeschichte – die Jahre von 1948 bis 1959 – als „Ära Salinger“ bezeichnet haben.

Meine Meinung: Das sogenannte Kultbuch aus den 50ern von J.D. Salinger gehört ja angeblich auch zu solchen Büchern, die man mal gelesen haben muss. Nun ja, ich war sehr froh, als ich es durch hatte, da ich mich echt etwas gequält habe. Es geht um den 17jährigen (?) Holden Caulfield, der von einer teuren Eliteschule geflogen ist und dann drei Tage in New York rumstreunert, bevor er nach Hause fährt. Während der Zeit trifft er auf viele verschiedene Leute und denkt über das Leben nach und was er alles nicht mag, was ne Menge ist. Ach ja, man kann es ja anscheinend auf verschiedenen Ebenen interpretieren und das hört sich ja auch alles schlüssig an. Hilft aber nichts, da ich das Buch einfach langweilig und nichtssagend fand. Einige sagen ja, man muss es in der Pubertät lesen, um sich selbst darin wiederzufinden, aber ich glaube, auch damals hätte ich es nicht toll bzw. „kultig“ gefunden. Naja, wobei ich damals in der 11. Klasse „Irrungen, Wirrungen“ von Fontane auch super fand, da ich mich total angesprochen gefühlt habe. Aber ich habe nun mal „Fänger im Roggen“ jetzt gelesen und kann es nicht empfehlen. Vielleicht kann mich ja jemand vom Gegenteil überzeugen?

Bewertung: 1 von 5 Punkten

Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag (Übersetzung von Heinrich Böll)

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