Gott bewahre (John Niven)

Veröffentlicht 4. August 2012 von erlesenebuecher

JC, American Pop Star & SEID LIEB!

Appetithäppchen: „Da kommt Gott – tut so, als wärt ihr beschäftigt.“ Denn Gott ist stinksauer. Nachdem Er sich im Himmel eine einwöchige Auszeit für einen Angelurlaub gegönnt hat, kehrt Er nach etwa vierhundertfünfzig Jahren (ein Tag im Himmel entspricht 57 Erdenjahren) wieder zurück an Seinen Schreibtisch und muss mitansehen, wie die Erde in der Zwischenzeit den Bach runtergegangen ist. Umweltsünden, Kriege, moralischer Verfall, kirchliche Hassprediger, skrupellose Kommerzialisierung – die Menschen sind auf dem besten Weg, sich selbst zu zerstören. Und so bleibt Gott nichts anderes übrig, als Seinen Sohn Jesus Christus, dem es im Himmel blendend geht und der mit Jimi Hendrix Gitarre spielt und Joints raucht, wieder auf die Erde zu schicken, um Gutes zu tun und das einzig wahre Gebot SEID LIEB zu predigen. Widerwillig landet Jesus in New York und versucht zunächst erfolglos als Sänger und Gitarrist in einer Rockband Gehör zu finden. Derweil schart er seine ersten Jünger um sich – Drogenabhängige, Gescheiterte, Obdachlose, denen er zu helfen versucht. Als seine Mission, die Massen zu erreichen, zu scheitern droht, greift er zum letzten Mittel: Er nimmt an einer Castingshow teil. Damit beginnt eine denkwürdige Odyssee quer durch Amerika.

Verfasser: John Niven, geboren in Irvine, Ayrshire, Schottland. Er arbeitete mehrere Jahre als A&R-Manager einer Plattenfirma, bevor er sich dem Schreiben widmete. Nach seinem ersten Buch, der halbfiktionalen Novelle ‚Music from Big Pink‘, gelang ihm mit ‚Kill Your Friends‘ ein Welterfolg, dessen Verfilmung in Vorbereitung ist. Mit ‚Coma‘ konnte er diesen Erfolg wiederholen. Neben Romanen schreibt John Niven Drehbücher und ist als Journalist tätig. Er lebt in der Gegend von London.

Meine Meinung: Es ist ein gutes Buch mit einer sehr interessanten (aber ja etwas bekannten) Geschichte. Gerade den Anfang fand ich klasse und die ganze Casting-Geschichte ist richtig super und lustig.  Dann wird es aber meiner Meinung nach etwas langweiliger.

Insgesamt hat der Autor den Weg Jesu super in die heutige Zeit verfrachtet. Am Ende gewinnt das Buch wieder etwas und die Gesellschaftskritik ist angekommen.

Etwas zu derb fand ich teilweise die Sprache, obwohl ich einiges abkann, und die Frage ist, ob wirklich immer alle im Himmel bekifft sein müssen…

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Verlag: Wilhelm Heyne Verlag

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