Rasmus und der Landstreicher (Astrid Lindgren)

Veröffentlicht 5. August 2012 von erlesenebuecher

Waisenhaus, Amtmann & Paradies-Oskar

Appetithäppchen: Wenn man ein Waisenkind ist und dazu noch ein Junge mit glattem Haar, den keiner haben will, kann man ebenso gut tot sein, denkt Rasmus. Aber dann hat er eine Idee: Er könnte doch aus dem Waisenhaus fortlaufen. Es ist ja vielleicht nicht ausgeschlossen, dass es irgendwo auf der Welt jemanden gibt, der einen Jungen mit glattem Haar haben will. Und eines Nachts setzt Rasmus seine Idee in die Tat um…

Verfasserin: Astrid Lindgren wurde 1907 im schwedischen Småland geboren und starb 2002 in Stockholm. Die „bekannteste Kinderbuchautorin der Welt“ (DIE ZEIT) wurde u.a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, dem Alternativen Nobelpreis, dem Schwedischen Staatspreis für Literatur sowie dem Hans-Christian-Andersen-Preis ausgezeichnet.

Meine Meinung: Eins der wenigen Lindgren-Bücher, das ich noch nicht kannte. Es liest sich schon anders, wenn keine Kindheitserinnerungen hoch kommen. So war ich anfangs auch skeptisch und dachte, vielleicht habe ich den anderen Lindgren-Büchern nur immer 5 Punkte gegeben, da ich sie durch die verklärte rosarote Brille meiner Kindheit gelesen habe.

Aber auch dieses Buch ist 5 Punkte wert. Es ist so liebevoll und entzückend geschrieben. Es geht um den Waisenjungen Rasmus, der sich selbst Eltern suchen will und dann den Landstreicher Oskar trifft und mit dem auf die Walz geht. Es wird dann zu einer richtigen Kriminalgeschichte mit vielen kniffligen Situationen. Es ist richtig spannend und man fiebert mit den Hauptpersonen mit. Vor allem für Jungs ist es wohl genau das richtige Buch, mal sehen, wann ich es meinem vorlesen kann.

Außerdem ist Oskar total klasse. So einen Landstreicher gibt es kein zweites Mal. Astrid Lindgren zeigt wieder einmal, was sie kann. Große Klasse sind vor allem seine Sprüche, wie z.B.  „Ja, ja, es ist gut, wie’s ist, sagte der Mann, dessen Haar Feuer gefangen hatte.“

Viele Bücher schwächeln dann ja am Ende, dieses aber nicht. Es ist ein toller Abschluss, der dann doch unerwartet ist. Insgesamt wird einem aber bei der Geschichte wirklich warm ums Herz!

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Verlag: Oetinger

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