Beim nächsten Mann wird alles anders (Eva Heller)

Veröffentlicht 19. Oktober 2012 von erlesenebuecher

Harmonische Trennung, Hegel & Illusion der Ewigkeit der Sinnlichkeit

Appetithäppchen: Constanze Wechselburger glaubt alles, was in der Frauenszene als angesagt propagiert wird. Eine partnerschaftliche Zweierbeziehung, in der sie sich selbst verwirklichen kann, muss her. Ihr bisheriger Teilzeit-Lebensgefährte, dem seine Karriere wichtiger ist als lange Gespräche über Glück und Emanzipation, muss weg. Welches aber ist der ideale Mann? Darüber macht sie sich, gemeinsam mit ihren Freundinnen, hier Gedanken. Eine will einen Intellektuellen, eine lieber was Solides, eine sucht einen Kindsvater… Constanzes Jagd nach der Beziehungskiste ihrer Träume ist so spannend wie eine Liebesgeschichte und so komisch wie die Männer, die sie und ihre Freundinnen dabei kennenlernen.

Verfasserin: Eva Heller war Gastprofessorin für Psychologie und hat das Standardwerk „Wie Farben auf Gefühl und Verstand wirken“ verfasst. Neben ihren vielgelobten Kinderbüchern war sie mit Romanen erfolgreich: „Der Mann, der’s wert ist“, „Erst die Rache, dann das Vergnügen“, „Welchen soll ich nehmen?“ Ihr Bestseller „Beim nächsten Mann wird alles anders“ war auch Vorlage eines vielgesehenen Films.

[Weltbild [Fischer] (1987)]

Meine Meinung: Das Buch von Frau Heller war damals monatelang ein Bestseller. Dass es eine Satire ist, wusste ich von Anfang an. Aber so richtig kam das bei mir nicht an. Es wirkte altmodisch, gewollt locker, aber leider gar nicht lustig auf mich. Eigentlich empfand ich es eher als traurig und vor allem tragisch. Ich habe so etwas wie Bridget Jones erwartet und wurde echt enttäuscht. Es ist ja aus den 80ern und ich habe es schon wieder gemerkt. Vielleicht sollte ich einfach immer die Finger von 80er-Jahre-Lektüre lassen. Sie ist immer so gewollt modern, locker und dieses Intellektuellengeschwafel schält einem die Fußnägel. Alle Beziehungen sind offen und tolerant etc. Klar will dieses Buch ja gerade diese Einstellungen satirisch darstellen, aber eigentlich ist die Tragik, dass es eben keine Satire sondern die Wahrheit ist…

Sehr gut war, dass ich schon gegen Ende des Buches den Film zum Buch zu gucken angefangen habe. Der wirkte auf mich um einiges leichter und lustiger, so dass ich das letzte Drittel des Buches mit anderen Augen gelesen habe und doch noch Gefallen daran fand. Auch das Ende fand ich dann wirklich gut.

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

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