Der kleine Vampir (Angela Sommer-Bodenburg)

Veröffentlicht 14. November 2012 von erlesenebuecher

Gruft, geflickter Umhang & Mufti eleganti

Appetithäppchen: Anton liest für sein Leben gern Gruselgeschichten – vor allem über Vampire. Denn die sind ja bekanntlich besonders gruselig mit ihren langen, nadelspitzen Eckzähnen. Von einem Vampir wie Rüdiger aber, der eines Nachts bei ihm auf dem Fensterbrett hockt, hat Anton noch nie gehört. Ein richtig netter Vampir ist das, der ebenso gern liest wie er. Sogar spielen kann man mit ihm, „Vampir-ärgere-dich-nicht“ zum Beispiel. Wenn nur Rüdigers immer hungrige Tante Dorothee nicht wäre. Nur mit knapper Not kann Anton ihr entwischen. Und wenn doch bloß seine Eltern nicht so neugierig wären. Wie soll Anton ihnen erklären, warum sein neuer Freund nie den schäbigen schwarzen Umhang ablegt, immerzu eine Hand vor den Mund hält und dazu noch so merkwürdig riecht?

Verfasserin: Angela Sommer-Bodenburg: geboren 1948 in Reinbek bei Hamburg; Studium der Soziologie und Pädagogik; zwölf Jahre Grundschullehrerin im Hamburger Schuldienst; seit 1984 freischaffende Schriftstellerin; lebt in Prinzenmoor in Schleswig-Holstein.

[Rowohlt Taschenbuch Verlag (1979)]

Meine Meinung: Ich liebe den kleinen Vampir – damals und heute! Die Geschichte ist einfach klasse. Rüdiger ist so ein wunderbarer Vampir. Und seine Familie, vor allem die zahnlose Anna, der pubertierende Lumpi und die durstige Dorothee, sind der Hammer.

Frau Sommer-Bodenburg hat so ein liebevolles, unterhaltsames, spannendes, tolles Kinderbuch geschrieben, aus dem dann ja zurecht eine ganze Reihe wurde. In diesem Buch erfährt man, wie Anton und Rüdiger sich kennen lernen, wie Vampire so leben und welche Gefahren sie ausgesetzt sind.

Ich habe das Buch nun zum 4. Mal gelesen und fand es wieder einmal richtig gut. Das ist genau die richtige Geschichte für Kinder – vor allem Jungs. Band 1-7 habe ich bereits in der Kindheit gelesen. Nun habe ich erfahren, dass es sogar schon zwanzig Bände gibt. Also fange ich nochmal vorn an und werde alle lesen. Ich freue mich schon drauf.

reread: Ich habe das Buch meinem Sohn vorgelesen. Er ist zwar erst 5, aber auf dem Buch steht „ab 6 Jahre“ und er ist ein geübter Zuhörer. Sehr gut kam er damit klar, dass dort wirklich wenig Bilder zu sehen sind. Oft habe ich gedacht, er hört gar nicht mehr zu, aber er konnte mir immer wieder sagen, was passiert ist.

Allerdings fand ich einige Dinge schon ziemlich gruselig für sein Alter, ihn hat es nicht gestört. Schwierigkeiten hatte er etwas mit der Geschichte rund um Udo und mit den vielen Träumen und Geschichten, die außerhalb der „normalen äußeren Handlung“ erzählt wurden.

Mir persönlich hat es leider nicht so gut getan, es vorzulesen, da ich das Buch nun zum einen etwas lahm fand und zum anderen etwas zu gruselig für kleine Kinder. Naja, man macht sich eben viel mehr – und vor allem andere – Gedanken, wenn man das Buch vorliest. Aber mein Sohnemann ist angefixt und will mehr Vampirgeschichten!

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Hier geht es zum 2. Teil

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