Demian (Hermann Hesse)

Veröffentlicht 14. März 2013 von erlesenebuecher

Wappenvogel, unmoralische Musik & Abraxas

Appetithäppchen: Hermann Hesses Erzählung ‚Demian‘, 1919 unter dem Pseudonym Emil Sinclair erschienen, „um Jugend nicht durch den bekannten Namen eines alten Onkels abzuschrecken“, hatte – wie Thomas Mann in seinem Vorwort zur amerikanischen Ausgabe des Buches berichtet – auf die junge Generation nach dem Ersten Weltkrieg „eine elektrisierende Wirkung und traf mit unheimlicher Genauigkeit den Nerv der Zeit“, ähnlich Goethes ‚Werther‘, dessen Wirkung Thomas Mann mit der des ‚Demian‘ vergleicht. „Er hebt ans Licht die urgeborene Amoralität“, schrieb Alfred Döblin, und Stefan Zweig verwies auf den „bewundernswerten Einblick in die Jugendpsychologie“, die der ‚Demian‘ ermöglicht, während C. G. Jung die Wirkung dieses Buches verglichen hat mit dem „Licht eines Leuchtturms in einer Sturmnacht“.

Verfasser: Hermann Hesse, am 2. Juli 1877 in Calw/ Württemberg als Sohn eines baltendeutschen Missionars und einer württembergischen Missionarstochter geboren, 1946 ausgezeichnet mit dem Nobelpreis für Literatur, starb am 9. August 1962 in Montagnola bei Lugano. Seine Bücher, Romane, Erzählungen, Betrachtungen, Gedichte, politischen, literatur- und kulturkritischen Schriften sind mittlerweile in einer Auflage von mehr als 60 Millionen Exemplaren in aller Welt verbreitet und haben ihn zum meistgelesenen europäischen Autor des 20. Jahrhunderts in den USA und in Japan gemacht.

[Suhrkamp Taschenbuch (1925)]

Meine Meinung: Das erste Kapitel ‚Zwei Welten‘ finde ich großartig. Ich fühlte mich so angesprochen und zum Glück gibt es bei mir Zuhause bei meinen Eltern noch immer diese heile Welt, in der die „böse Welt“ ausgeschlossen wird, da kann ich wieder Kind sein und alle großen Probleme und Sorgen vergessen. Da bin ich unglaublich dankbar für!

Dann nimmt das Buch für mich aber leider etwas ab. Es wird etwas unübersichtlicher, aber nicht weniger interessant und wichtig. Natürlich ist die Aussageabsicht des Werkes toll und ein bestimmt wichtiges Buch über das Erwachsenwerden. Gerade die biblischen Überlegungen sind sehr spannend und nachdenkenswürdig (gibt es das Wort überhaupt)…

Aber insgesamt war ich dann doch froh, als es vorbei war. Mir reichte es und die Story mit Frau Eva fand ich eher seltsam.

Bewertung: 3 von 5 Punkten

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