Sternenschimmer (Kim Winter)

Veröffentlicht 15. April 2013 von erlesenebuecher

Linie des Sinns, Schattenblick & Eis

Appetithäppchen: Sie erleuchteten den ganzen Himmel, als Iason auf der Erde landete. Jetzt steht er vor ihr. Eine dunkle Stille geht von ihm aus, doch seine graublauen Augen scheinen ins Innerste von Mia zu blicken. Augen mit der Anziehungskraft eines schwarzen Lochs.  Augen, in die sie hineinfällt. Sie lassen Mia vergessen, dass es eigentlich nicht sein kann: eine überirdische Liebe, die Welten überbrücken muss. Und jeder Tag, der vergeht, bringt den endgültigen Abschied näher. Denn Iason ist nur Gast auf der Erde. Auf seinem Heimatplaneten Loduum herrscht Krieg und Iason ist vorbestimmt, sein Volk zu beschützen.

Verfasserin: Kim Winter, geboren 1973 in Wiesbaden, lebt mit ihrer Familie im Taunus. Nach einer Ausbildung zur Sozialarbeiterin, arbeitete sie im Pflegekinderdienst und in einem Waldkindergarten. Dann widmete sie sich voll und ganz ihrer Leidenschaft, die sie selbst als „Schreibsucht“ bezeichnet. Dem Wald ist Kim Winter übrigens noch immer sehr verbunden, weil sie dort neben einem Café in Wiesbaden am liebsten schreibt, und das immer mit Musik im Ohr. Außerdem spielt sie Theater, engagiert sich umweltpolitisch und kann es nicht lassen, Dinge zu hinterfragen. „Bei Ungerechtigkeiten weggucken, geht gar nicht.“

[Planet Girl/ Thienemann Verlag (2011)]

Meine Meinung: Kaum ein Buch hat mich von der ersten Seite an so gepackt wie dieses hier. Ich war sofort total geflasht, gepackt und völlig fasziniert. Ich dachte immer nur, welch tolle Idee, wie spannend. Ich hatte wirklich die ersten 200 Seiten ständig das Gefühl: Ich will mehr!

Leider hat dieses Hochgefühl nicht das ganze Buch überdauert. Irgendwann merkte ich, dass ich das Buch schon noch gut fand, aber nicht mehr völlig vereinnahmt wurde. Leider fand ich das letzte Drittel dann auch nicht mehr ganz sooo gut.

Die Autorin hat meiner Meinung nach eine ganz tolle Idee gehabt, aber irgendwie nicht so richtig umgesetzt. Ich fand die grundsätzliche Idee, eine Art Jugendroman mit Teenagern, Außerirdischen, Schule, Liebe, Integration etc. in der Zukunft spielen zu lassen, großartig!  Auch diese Zuflucht der außerirdischen Kinder auf der Erde, diese Integrationsprobleme oder auch die Sache mit den Clans und Sinnen – wirklich gut… Aber diese große, umfassende Geschichte mit den Wächtern, SAH etc. fand ich nicht gelungen. Schade!

Auch die Charaktere sind meiner Meinung nach etwas ambivalent. Iason wird zu Beginn als der mysteriöse, starke, fremde Unbekannte dargestellt – ich war sofort großer Fan – aber irgendwie wird er im Laufe des Buches etwas weichgespült. Und auch Mia fand ich eigentlich die ganze Zeit gut (nicht nervig, wie so oft bei weiblichen Teenager-Protagonisten), allerdings wirkten ihre Beziehung zu ihrer Mutter und zu Lena teilweise etwas fragwürdig

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Hier geht es zum 2. Teil

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