Die Arena (Stephen King)

Veröffentlicht 18. Oktober 2013 von erlesenebuecher

Lederköpfe, rosa Sterne & Barbie

Appetithäppchen: Wenn kein Gesetz mehr gilt, zählt nur der Kampf ums nackte Überleben… Urplötzlich stülpt sich eines Tages eine unsichtbare Kuppel über Chester’s Mill. Die Einwohner der neuenglischen Kleinstadt sind komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Es gibt kein Entrinnen – als die Vorräte zur Neige gehen und kein herkömmliches Gesetz mehr gilt, beginnt ein bestialischer Kampf ums Überleben…

Verfasser: Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, sein erster Romanerfolgt, Carrie, erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seitdem hat er weltweit 400 Millionen Bücher in mehr als 40 Sprachen verkauft. Im November 2003 erhielt er den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk.

[Wilhelm Heyne Verlag (2009]

Meine Meinung: Ich habe zufällig gesehen, dass die Serie „The Dome“ gerade anfing und gelesen, wie gut diese sein soll. Schnell das Buch anfangen, dachte ich, dann kann ich vielleicht zumindest etwas parallel lesen. Aber leider (oder zum Glück) hat sich herausgestellt, dass die Serie kaum etwas mit dem Buch gemeinsam hat und vor allem auf Dauer nicht gut war. Also habe ich schnell mit der Serie aufgehört und nur das Buch gelesen.

Ich liebe ja Stephen King, vor allem seine frühen Werke. In „Die Arena“ habe ich auch manchmal den alten King wiedergefunden, aber dann auch wieder nicht. Er ist einfach ein Meister der Personenkonstellationen und -vielfalt. Er hat es drauf, die verschiedenen Charaktere einzuführen, faszinierend, einzigartig zu machen und diese dann spannend zu verknüpfen. Das ist großartig, obwohl man sich sehr konzentrieren muss, alles zu behalten. Zum Glück führt er aber in diesem Buch alle Personen nochmal extra auf, so dass man seine Erinnerung etwas auffrischen kann.

Die Story ist einfach, aber fazinierend und vor allem erschreckend. Eine unsichtbare Hülle schließt eine Kleinstadt ein und ein Tyrann erhebt sich zum Diktator… King schildert dies mit einer Ausführlichkeit und Rafinesse. Mir fehlt nur leider etwas der Gruselfaktor, den ich so gerne bei ihm mag. Es ist schon erschreckend und teilweise grausam, aber eben nicht gruselig und unheimlich.

Zwischendrin habe ich mich gefragt, obwohl ich Kings Stil mag und schätze, ob es wirklich fast 1300 Seiten mussten. Gegen Ende nimmt das Buch aber wieder richtig an Fahrt zu, so dass ich letztendlich sagen kann: Das Buch lohnt sich allemal (kommt aber an „Es“ oder „The Stand“ nicht ran).

Und die Moral von der Geschicht, ärgere Ameisen mit dem Brennglas nicht. (Und gehe bevor du stirbst auf Klo! Inkontinenz ist anscheinend Kings Steckenpferd…)

Bewertung: 4 von 5 Punkten

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