Brooklyn Bridge (Leslie Kaplan)

Veröffentlicht 15. Dezember 2013 von erlesenebuecher

ABGEBROCHEN!

Appetithäppchen: Leslie Kaplan über ihren Roman Brooklyn Bridge. Knotenpunkte: Mir war es wichtig, dass das Buch in New York, einer Stadt, in der in gewisser Weise alles möglich ist, spielt. Wenn man dort lebt, wenn man dort spricht und liebt, entdeckt man nach und nach ihre Grenzen. New York ist ein Ort voller Widersrpüche – mit einer ungeheuren Phantasie, die die Stadt freisetzt, einer Lebenskraft. Aber auch der Tod ist dort immer so gegenwärtig wie die Gleichgültigkeit, die die Leute erfasst… Eine allgemeine Sicht der Dinge, eine Einstimmigkeit, gibt es in meinen Texten nicht. Eine der Fragen, die mein Roman stellt, ist diese: Gibt es Kindheit oder ist sie eine Erfindung der Erwachsenen?

Verfasserin: Die in New York geborene Autorin Leslie Kaplan wuchs in Frankreich auf und arbeitete dort nach dem Studium der Philosophie von 1967 bis 9171 in einer Fabrik. Leslie Kaplan lebt und schreibt nun in Paris. In Frankreich wurde Leslie Kaplan von Maurice Blanchot und Marguerite Duras schon gleich nach Erscheinen ihres ersten Prosabandes (L’excès – l’usine, 1982) als eine der bedeutendsten französischen Schriftstellerinnen der damaligen Gegenwart gefeiert.

[Rowohlt Taschenbuch Verlag (1989)]

Meine Meinung: Es tut mir immer so leid, wenn ich Bücher abbreche und eigentlich kommt das auch echt nicht oft vor. Aber hier war mir meine Zeit einfach zu kostbar. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben. An sich war mir nämlich schon auf den ersten zwei-drei Seiten klar, dass ich das Buch nicht lesen will. Dann wurde es etwas besser,  aber auf S. 102 (von 215) habe ich aufgegeben.

Wie schon erwähnt, wusste ich zu Beginn des Buches gar nicht, was los ist. Da las man solche Sätze: „Noch wenige Menschen. Es ist Sonntag. Einsetzende Hitze. Insekten, womöglich. Der Himmel ist meliert, behend. Blau, manchmal mit Grün. Niedrige, lästige Rauchschwaden, die von anderswo kommen, und man fühlt geradezu die Nähe des Ozeans, der sich an die Stadt klammert. Docks und Anlegestellen. […] Alsbald Sonne, und der Himmel wird hart und glänzend sein wie Blech. […] Boote fahren auf dem Teich. Seerosen, Schilfrohr. Stadtatmosphäre.“ (S. 8f.) Und so ging es die ganze Zeit. Ich wurde fast wahnsinnig. Kann man nicht mal einen normalen Satz schreiben?

Es dauerte endlos bis mal ein wenig äußere Handlung begann. Tja, und dann fällt es mir ziemlich schwer wiederzugeben, worum es eigentlich ging. Es treffen sich in einem Park vier Menschen, zwei Männer und zwei Frauen. Diese bilden bald zwei Pärchen. Aber anscheinend kommt es ständig zu Missverständnissen, warum weiß ich nicht genau. Jeder versteht jeden mal falsch, aber dann ist auch alles wieder in Ordnung. Vielleicht übersteigt es meinen Geist und ist zu intellektuell, also Kunst oder eben – wie ich finde – Schrott.

Bewertung: 0 von 5 Punkten

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: