Die Schatzinsel (Robert L. Stevenson)

Veröffentlicht 15. Februar 2014 von erlesenebuecher

Schiffskoch, Jolly Roger & Hispaniola

Appetithäppchen: Der Junge Jim Hawkins gerät durch Zufall in den Besitz der sagenumwobenen Schatzkarte des berüchtigten Piratenkapitäns Flint. Gemeinsam mit seinen Freunden, dem Gutsbesitzer Trelawney und dem Arzt Doktor Livesey bricht Jim auf, um den Schatz zu finden. Doch auch einige Piraten aus Flints früherer Mannschaft, allen voran der skrupellose John Silver, haben von der Karte erfahren, und setzen alles daran, in den Besitz des Schatzes zu gelangen…

Verfasser: Robert Louis Stevenson (*13. 11.1850 in Edinburgh; †3.12.1894 in Vailima, nahe Apia, Samoa) war ein schottischer Schriftsteller des viktorianischen Zeitalters. Stevenson, der an Tuberkulose litt, wurde nur 44 Jahre alt; jedoch hinterließ er ein umfangreiches Werk von Reiseerzählungen, Abenteuerliteratur und historischen Romanen sowie Lyrik und Essays. Bekannt geworden sind vor allem der Jugendbuchklassiker „Die Schatzinsel“ sowie die Schauernovelle „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“, die sich dem Phänomen der Persönlichkeitsspaltung widmet und als psychologischer Horrorroman gelesen werden kann. Einige Romane sind heute noch populär und verfilmt worden.

[cbj Taschenbuch (2007)]

Meine Meinung: Dieses Buch ist ein wahrer Klassiker. Es ist die Mutter aller Piratengeschichten. Ich bin völlig begeistert. Es ist ein Buch von 1881 und hält mit jedem Abenteuerbuch der heutigen Zeit mit bzw. übertrifft diese noch.

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Der ganze Plot ist toll und vor allem wirklich richtig spannend und aufregend. Natürlich ist die Geschichte grob schnell erzählt: Schatzkarte wird gefunden, Schatz gesucht und gefunden. Fertig. Aber in den Feinheiten: Brilliant. Es ist alles nicht so einfach und eindimensional, wie es scheint. Es gibt Intrigen, Betrügereien, überraschende Wendungen, Doppelagenten, für totgehaltene Überlebende und viel Gesang, Alkohol und Piraten.

Des Weiteren ist der Schreibstil toll. Er hat noch wirklichen STIL („charakteristisch ausgeprägte Erscheinungsform“). Es kommt natürlich drauf an, welche Übersetzung man hat. Zuerst habe ich eine andere, ältere Ausgabe begonnen (leider weiß ich nicht mehr, wer übersetzt hat), aber die war ein Fehldruck, so dass ich mir die neue Ausgabe von cbj gekauft habe, welche von Otto Weith übersetzt wurde. Es ist fließend zu lesen, das Buch ist ja auch ein Jugendbuch. Herr Stevenson hatte es extra „Für Jungen“ geschrieben. Allerdings muss ich da eindeutig widersprechen. Es ist auch für Mädchen! Jedenfalls ist trotzdem der Charme des 19. Jahrhunderts in der Sprache zu erkennen. Man lernt viel über Schiffe und einige Begriffe der Schiffssprache.

Und zu letzt sind die Protagonisten ganz großes Kino. Wir haben zuerst den Jungen Jim, der abenteuerlustig, spontan, mutig und leichtsinnig (mit einer großen Portion Glück) ist. Er hat seinen eigenen Kopf, steht aber zu seinem Ehrenwort. Eine richtige Identifikationsfigur! Und dann muss ich noch Captain Silver erwähnen, der eigentlich der Böse ist (aber auch nicht immer), aber auch ein echter Pirat, den man toll und verwegen findet. Er ist Abenteuer pur.

Aber: Lest selbst! 🙂

Bewertung: 5 von 5 Punkten

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