Die Artus-Chroniken 1 – Der Winterkönig (Bernard Cornwell)

Veröffentlicht 16. Mai 2014 von erlesenebuecher

Druiden, Toteninsel & Schildwall

Appetithäppchen: Britannien zum Ende des fünften Jahrhunderts: Die Tage der großen Dunkelheit sind angebrochen. Längst ist die Erinnerung an das Römische Imperium verblasst, und die heidnischen Götter weichen vor dem erstarkenden Christentum zurück. Über das Meer dringen die Heere der Sachsen auf die Insel. Eine tödliche Gefahr, denn die Bündnisse zwischen den keltischen Königreichen sind zu zerbrechlich, um dem Ansturm der Feinde auf Dauer standzuhalten. Als der Großkönig Uther Pendragon stirbt und sein Nachfolger noch ein hilfloses Kind ist, gibt es nur einen Mann, der den Thron halten kann: Uthers Bastardsohn, sein Name ist Arthur…

Verfasser: Bernard Cornwell, geboren 1944, machte nach dem Studium Karriere bei der BBC. Nach ÜBersiedlung in die USA – seine Frau ist Amerikanerin – war ihm die Arbeit im Journalismus mangels Green Card verwehrt. Und so entschloss er sich, einem langgehegten Wunsch nachzugehen, dem Schreiben. Im englischen Sprachraum gilt er als unangefochtener König des historischen Abenteuerromans. Seine Werke wurden in über 20 Sprachen übersetzt – Gesamtauflage: mehr als 20 Millionen.

[Rowohlt Taschenbuch Verlag (2008)]

Meine Meinung: Ein gewaltiges Werk! Es ist so umfangreich und detailliert ausgearbeitet, dass man gerade zu Beginn das Gefühl hat, fast erschlagen zu werden. Herr Cornwell überhäuft einen schon auf den ersten Seiten mit etlichen fremdländischen Namen von Personen und Orten. Es bedarf ein wenig Kampfgeist, sich dem zu stellen. Außerdem gehört es natürlich auch zu Cornwells Charme, dass er z.B. Schlachten oder Orte sehr genau, sachlich, ausführlich und ausufernd beschreibt. Das muss man mögen.

Aber, wenn man sich dem allen stellt und sich durchkämpft, dem Buch Zeit gibt, eröffnet sich ein großartiges Abenteuer. Man wird hineingenommen in das Britannien der ersten Jahrhunderte nach Christus. Man taucht in eine bekannte, aber auch so fremde und faszinierende Welt ein, die einen gefangen nimmt – gerade durch die genaue Beschreibung, hat man das Gefühl, die Zeit von damals fast zu riechen und zu spüren.

Zwischenzeitlich dachte ich immer wieder, dass mir das alles zu nüchtern geschrieben ist, mir fehlten die Emotionen, die Leidenschaften, die inneren Gefühle und Gedanken. Dann aber wiederum fieberte ich richtig mit und musste immer wieder an die Story denken.

Man muss für das Buch Zeit investieren, aber es lohnt sich. Der Aufbau, der Erzähler Derfel, die Darstellung der damaligen Zeit ist wirklich klasse. Ich werde es auf jeden Fall auch mit den nächsten beiden Bänden aufnehmen, muss aber erstmal ein wenig zu Atem kommen.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Hier geht es zum 2. Teil

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Ein Kommentar zu “Die Artus-Chroniken 1 – Der Winterkönig (Bernard Cornwell)

  • Wie du schon sagst der Anfang ist schwer und ich hab’s wieder auf die Seite gelegt, aber nicht abgeschrieben, denn irgendwann möchte ich es doch noch gerne lesen. Lg 🙂

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