Germanische Göttersagen (Reiner Tetzner)

Veröffentlicht 28. Juni 2014 von erlesenebuecher

Asgard, Mjöllnir & Fenriswolf

Appetithäppchen: Von der Geburt der Arsen bis zum Untergang der alten Götter werden die bunten und spannenden Geschichten der germanischen Mythologie nach ihren Quellen neu erzählt.

Verfasser: Reiner Tetzner (*1936 in Neukirchen/ Erzgeb.) ist ein deutscher Autor und Sachbuchautor. Tetzner absolvierte zunächste ein Lehre als Maschinenschlosser, später studierte er Philosophie und im Nebenfach Physik in Leipzig. Im Jahr 1966 promovierte er über Abstraktionsprozesse bei der physikalischen Theoriebildung. Bis 1975 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Leipzig tätig. Anschließend war er ab 1976 als freier Autor tätig. Tetzner ist Vorsitzender des „Arbeitskreises für Vergleichende Mythologie“ und Gründungsvorsitzender des Sächsischen Literaturrats (von 1995 bis 2001).

[Reclam (1992)]

Meine Meinung: Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Wie soll man solchen Mythen gerecht werden? Die Texte, welche in diesem Büchlein zusammengetragen sind, sind mehrere Jahrhunderte alt und aus vielen Quellen  ins heutige Deutsch übersetzt worden. Ein langer Weg, aber die Tiefe und Faszination und Größe und Strahlkraft ist noch immer enthalten.

Nun bin ich ja Fan von religiösen Mythen und habe schon einiges über Odin, Thor und die anderen nordischen Götter gelesen. Aber dieses Buch liefert noch mal einen guten Ein- und Überblick über das Geschehen in Asgard, Midgard, Nilfheim etc. Es versetzt einen in die alte Welt, in die Ursprünge, aber auch in eine fantastische Welt, die als Urbild so vieler Fantasy-Geschichten gedient hat. Man erkennt eindeutlich Teile der Welt von Herr der Ringe oder sogar Harry Potter.

Spannende, abenteuerliche Geschichten über die Götterfamilie werden dargestellt, aber auch viele lustige. Großartig ist die Geschichte, in der Thor seinen Hammer wiederholen will und sich als Braut verkleidet. Grandios sind ebenfalls Textstellen wie diese (S. 103): „Thor spähte nach der Ursache des plötzlich steigenden Wassers und sah stromaufwärts über einer Schlucht, durch die Wimur brauste, wie Geirröds [ein Riese] Tochter Gjalp die Beine gespreizt auf beiden Felsenufern stand und durch eine gewaltige Menge Urin den Fluss anschwellen ließ. Thor hob einen Stein aus dem Wasser, warf in Gjalp zwischen die Beine und rief: <Der Strom stoppe an seiner Quelle!> Der Stein verfehlte sein Ziel nicht und verstopfte die Öffnung.“

Insgesamt ein Buch, welches Geschichten enthält, die gelesen werden müssen!!! Es lohnt sich.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

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