Die Artus-Chroniken 2 – Der Schattenfürst (Bernard Cornwell)

Veröffentlicht 24. Juli 2014 von erlesenebuecher

Tafelrunde, Treueeid & Krieger des Kessels

Appetithäppchen: Nach der großen, überaus blutigen Schlacht von Lugg Vale hat Arthur endlich die zerstrittenen Stämme Britanniens im Kampf gegen die germanischen Eindringlinge vom Festland geeint. Die Erfüllung seines großen Traums von Gerechtigkeit und Ordnung in Britannien scheint greifbar nahe. Aber etwas hat der Kriegsherr über seinen kühnen Visionen vergessen – die alten Götter. Nur einer entsinnt sich noch ihrer graumsamen Herrschaft über das Menschengeschlecht: Merlin, der Druide, der Schattenfürst.

Verfasser: Bernard Cornwell, geboren 1944, machte nach dem Studium Karriere bei der BBC. Nach ÜBersiedlung in die USA – seine Frau ist Amerikanerin – war ihm die Arbeit im Journalismus mangels Green Card verwehrt. Und so entschloss er sich, einem langgehegten Wunsch nachzugehen, dem Schreiben. Im englischen Sprachraum gilt er als unangefochtener König des historischen Abenteuerromans. Seine Werke wurden in über 20 Sprachen übersetzt – Gesamtauflage: mehr als 20 Millionen.

[Rowohlt Taschenbuch Verlag (2009)]

Meine Meinung: Auch der zweite Teil der Artus-Chroniken ist ein umfangreiches Werk. Es schließt nahtlos an den ersten Band an. Wieder schreibt der Erzähler Derfel seine und Arthurs Abenteuer auf. Arthurs weiterer Plan für Frieden in Britannien zu sorgen, nimmt Konturen an, wenn da nicht die Sachsen wären. Diese können aber durch Bündnispolitik erst einmal ruhig gestellt werden. Bald wird auch Mordred den Thron besteigen können.

Außerdem wird ausführlich die Diskrepanz zwischen dem alten Götterglauben und dem Christentum dargestellt. So sind es vor allem die Christen, die Arthur feindlich gesinnt sind. Merlin möchte aber mit Hilfe verschiedener Kleinodien die Stärke der alten Götter zurück bringen. Derfel steht nun zwischen allen Stühlen, versucht aber auch sein eigenes Glück in der Liebe zu finden.

Der Band besticht durch viele verschiedene Personenkonstellationen und Intrigen, Beziehungsverflechtungen und Eidversprechen. Die Welt des alten Britannien ist ungebrochen faszinerend und aufregend. Der Schreibstil ist wie gewohnt detaillreich. Und darin liegt ja wieder einmal die Krux. Natürlich ist es toll, die Gegend, die Personen, die Umstände genau kennen zu lernen. Aber es hat eben auch seine Längen und manchmal ist es ein wenig zu viel.

Auch störte mich dieses Mal ein wenig der Aufbau des Buches. Teilweise sind es nur Episoden (z.B. Tristan und Iseult), die aneinander gereiht wurden und manchmal erscheint es mir auch zeitlich etwas durcheinander. Das fand ich schade. Des Weitern wurde mir Arthur etwas unsympathischer. Allerdings ist Derfel ein großartiger Protagonist!

Das Ende wiederum verspricht einen spannenden dritten Teil, den ich mir nicht entgehen lasse.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

Hier geht es zum 1. Teil

Hier geht es zum 3. Teil

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