Das Amulett des Sarazenen (Ursula Walch)

Veröffentlicht 7. August 2014 von erlesenebuecher

Hakima, Goldbarren & Zigeuner

Appetithäppchen: Spanien im 16. Jahrhundert. Es ist eine Zeit voller Unruhe und lockender Abenteuer. Und es ist die Zeit der Galeeren und Seeräuber, des gleißenden Goldes und der waghalsigen Kaperungen. Nicolas de Monterrey, der kühnste aller Freibeuter, hat einen Eid geschworen: Er will seinen verlorenen Schatz zurückgewinnen! Not und Gefahr können ihn nicht schrecken, doch schließlich steht er vor der größten Versuchung seines Lebens…

Verfasserin: Ursula Walch, geboren 1958 in der Steiermark/ Österreich, absolvierte an der Universität Graz ein Studium der Sprachen, spanischen Literatur und Geschichte, das sie als Magister der Philosophie abschloss. Danach ließ sie sich zur Hebamme ausbilden. Seit mehreren Jahren lebt die Autorin zusammen mit ihrem Mann und ihren vier Kindern auf La Palma, wo sie im staatlichen Krankenhaus der Insel und als freiberufliche Hebamme tätig ist.

[S. Fischer Verlag (2005)]

Meine Meinung: Es handelt sich um den zweiten Teil einer als Trilogie geplanten Reihe, bei der aber nur die ersten beiden Bände erschienen sind. So ganz wurde ich da nicht schlau draus. Und leider merkt man am Ende, dass noch ein Teil fehlt. Sehr blöd!

Den ersten Teil habe ich vor längerer Zeit gelesen und kann mich wirklich fast gar nicht mehr daran erinnern. Zum Glück werden zu Beginn des zweiten Teils die wichtigsten Dinge wiederholt, wobei mir auch das nicht bei der Erinnerung half.

Ich kam erst einmal ganz ganz schwer in das Buch herein. Im ersten Drittel habe ich, glaube ich etliche Seiten gelesen, bei denen ich am Ende der Seite merkte: ich habe ja gar nichts mitbekommen, aber egal, einfach weiterlesen. Ab und an tauchten einige Sequenzen aus diesem Nebel auf, denen ich gut folgen konnte und auch ok fand.

Später wurde das aber besser. Allerdings wurde dann zum Problem, dass immer wenn ich mich mal auf einige Charaktere, Schauplätze, Handlungen eingelassen habe, das Kapitel zuende war und die Handlung im nächsten in ein anderes Jahr, an einen anderen Schauplatz und zu anderen Personen sprang. Später wurden diese ganzen Handlungsstränge zwar zusammen gefügt, aber der befriedigende Aha-Effekt blieb aus.

Mir war auch unklar, was das Buch eigentlich möchte. Zu Beginn ist es eine Piratengeschichte. Es geht um eine Seeschlacht, um Gold, um gesunkene Schiffe,… Dann wird es eine Zigeunergeschichte, eine Geschichte über Religion und Traditionen, eine Art Medicus-Geschichte, eine Geschichte über Hexenverfolgung, eine Sklavengeschichte…

Natürlich ist es gut, wenn die Story vielfältig, interessant und informativ ist, aber das war zu viel und eben nichts so richtig.

Des Weiteren störte mich die Schreibweise. Etliche Begriffe waren in fremden Sprachen aufgeführt, die im Anhang erklärt wurden. Nur habe ich keine Lust bei jedem Absatz zweimal nach hinten zu blättern, so dass ich all diese Begriffe überlesen habe. Das störte und nervte aber. Außerdem fand ich viele Begriffe und Redewendungen völlig unpassend für das 16. Jahrhundert.

Positiv muss ja aber erwähnt werden, ich habe das Buch nicht abgebrochen.

Bewertung: 2 von 5 Punkten

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