Was ist der Sinn meines Lebens? (Georg Schwikart)

Veröffentlicht 31. August 2014 von erlesenebuecher

Glück, Yoga & lurianische Kabbalah

Appetithäppchen: Was ist der Sinn meines Lebens? Die Suche nach Sinn entspringt dem Wunsch zu verstehen: was nachvollziebar erscheint, ist für uns leichter zu bewältigen. Orientierungsangebote zu der Frage nach dem Sinn unserer Lebens geben die Religionen der Welt, wenn sie fragen: Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Sechs kompetente Autorinnen und Autoren geben Antworten aus den Glaubenstraditionen Judentum, Christentum, Islam, Buddhismus und Hinduismus.

Verfasser: Georg Schwikart: geb. 1964, Studium der Religionswissenschaft, Theologie und Volkskunde in Neuburg/Donau, Bonn und Tübingen. Promotion über das Thema „Religion in den Nachrichten“. Arbeitet als Schriftsteller und Publizist in Sankt Augustin. Einzelne Kapitel: Peter Christoph Baumann (Buddhismus), Hans-Michael Haußig (Judentum), Melanie Miehl (Islam), Ulrich Nersinger (Christentum), Christiane Willers (Hinduismus)

[Gütersloher Verlagshaus (2002)]

Meine Meinung: Wieder mal eines der typischen Bücher, die man geschenkt bekommt, da man ja was mit Religion zu tun hat und – oh wunder – das Buch auch, welches ich mir aber nie selbst kaufen würde.

In der Einführung von dem Herausgeber Georg Schwikart werden tiefgreifende philosophische Fragen wie „Was ist der Mensch?“, „Was ist Glück?“ oder eben „Was ist der Sinn des Lebens?“ aufgegriffen und in meinen Augen leicht esoterisch beantwortet. Durch dieses Vorwort hatte das Buch leider nicht den besten Stand bei mir. Aber zum Glück wurden die anderen Kapitel von anderen Autoren verfasst. Das war gleichzeitig ein Vor- und Nachteil. Leider schwankt die Qualität der Kapitel dadurch sehr stark.

Alle vorher aufgestellten Fragen sollten also nun aus der Sicht der fünf großen Weltreligionen beantwortet werden. Leider hat sich nicht jeder der einzelnen Autoren so richtig an die Fragen gehalten, so dass es mal einen mehr oder weniger roten Faden durch ihr Kapitel gab.

Oft, was natürlich durch die Fragen nicht verwunderlich war, drifteten die Autoren sehr ab ins Philosophische, schwer Darstellbare und dadurch nicht wirklich Nachvollziehbare. Nun habe ich ja viel Vorwissen und wusste in etwa wovon sie reden. Allerdings z.B. gerade das Kapitel zum „Christentum“ war grauenhaft. Ich hatte manchmal keine Ahnung, wovon der Herr Nersinger schrieb, da alles so verworren war, keinerlei Struktur.

Andererseits fand ich z.B. das Kapitel zum „Islam“ von Frau Miehl ganz hervorragend. Sie gibt einen guten Überblick über die Grundzüge der Religion und bearbeitet dann die Fragen aus dem Vorwort gut nachvollziehbar.

Auch die Antworten aus dem Buddhismus und Judentum waren gut zu lesen und interessant. Wobei ich ja ein großer Freund des Judentums bin und viel darüber gelesen habe, kann aber mit der Kabbalah nicht so warm werden und diese lurianische Kabbalah ist ja interessant, aber mir zu abgehoben.

Beim Hinduismus ging es viel um Yoga und verschiedene Meditationsübungen, die nicht wirklich spannend waren.

Insgesamt ein teilweise interessantes Buch, das aber nicht wirklich zu empfehlen ist. Dafür sind die Kapitel von zu unterschiedlicher Qualität und ein guter, solider Überblick oder gar Vergleich bleibt aus.

Bewertung: 2 von 5 Punkten

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