Lemmy – White Line Fever (Ian Fraser Kilmister)

Veröffentlicht 30. September 2014 von erlesenebuecher

Bomber, Manager & Acid

Appetithäppchen: Heilig ist bei Ian Fraser Kilmister, in der Welt bekannt unter dem Namen Lemmy, nur der Geburtstag: der 24.12.1945. Ansonsten hat der Mann mit dem prägnanten Backenbart im Laufe seiner über 40-jährigen Musikerkarriere nichts ausgelassen – rein medizinisch gesehen, müsste er längst tot sein. Bevor er 1975 die bis heute wegweisende Band Motörhead gründete, arbeitete er für Jimi Hendrix und spielte bei der Space-Rock-Legende Hawkwind. Heute ist Lemmy einer der letzten echten Rockstars, der in “White Line Fever” aus einem Leben voller Exzesse erzählt.

Verfasser: Ian Fraser „Lemmy“ Kilmister (* 24. Dezember 1945 in Stoke-on-Trent, Staffordshire, England) ist ein britischer Rockmusiker, Gründer der Heavy-Metal-Band Motörhead sowie deren Sänger und Bassist.

[Heyne Verlag (2006)]

Meine Meinung: Na klar ist Lemmy eine Legende! Das ist so und daran lässt sich nicht ruckeln. Aber leider ist das irgendwie immer dasselbe mit Biographien berühmter Leute. Sie sind einfach meist schlecht und unspannend geschrieben. So ist das leider auch bei diesem Buch. Klar ist das super, wenn der jeweilige Star sich auch an dem Prozess des Buches beteiligt und sogar mitschreibt, aber es sind halt meist keine Autoren.

Es ist wieder einmal eine typische Musikerbiographie. Drei Viertel des Buches besteht nur daraus, dass aufgelistet wird, wer mit wem zusammengespielt hat, wer in welcher Band war, wo man auf Tour war und welche Alben man wann aufgenommen hat. Klar ist das als Fan interessant, aber das kann ich auch googeln.

Dazu kommt bei Lemmy noch das Problem, dass er sich einfach an wirklich viele Dinge nicht mehr erinnert. Es wurden schließlich eine Menge (!) Drogen genommen.

Aber immerhin ist ein Viertel des Buches interessant und unterhaltsam. Es ist ein kurzweiliges Buch, welches man schnell weglesen kann. Und ein ganz paar kleine, nette Anekdoten gibt es dann doch noch. Und viele Dinge, wie bspw. seine Vorliebe für Abzeichen, den 2. Weltkrieg etc. kann ich nun besser einordnen und verstehen.

Was Lemmy wohl amüsieren würde, ist, dass ich das Buch nie mit dem Cover nach oben Zuhause hinlegen durfte, da mein kleiner Sohn meinte, er möchte den Piraten nicht sehen.

Für Fans ein Muss, für alle anderen gilt: Erwartet nicht viel, dann ist es ok.

Und warum müssen eigentlich alle Phil heißen?

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Advertisements

2 Kommentare zu “Lemmy – White Line Fever (Ian Fraser Kilmister)

  • Kommentar verfassen

    Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

    WordPress.com-Logo

    Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

    Twitter-Bild

    Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

    Facebook-Foto

    Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

    Google+ Foto

    Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

    Verbinde mit %s

    %d Bloggern gefällt das: