Die Erben des Medicus (Noah Gordon)

Veröffentlicht 6. November 2014 von erlesenebuecher

Haus an der Grenze, Landärztin & die Gabe

Appetithäppchen: Als Dr. Roberta J. Cole beschließt, ihre kriselnde Ehe und die Karriere in der Bostoner Großklinik hinter sich zu lassen, um Landärztin zu werden, erfährt ihr Leben eine ungeahnte Wende. Inmitten der grünen Hügel von Massachusetts trifft sie auf den Aussteiger David Markus aus New York. Schon bald kommen die beiden Stadtflüchtlinge sich näher. Aber nicht nur Markus kämpft mit Problemen, vor denen er vergeblich zu fliehen sucht. Auch seine Tochter Sarah steht vor der schwierigsten Entscheidung ihres Lebens – und braucht die Hilfe von Roberta, der Frau, die ihr den Vater wegzunehmen droht…

Verfasser: Noah Gordon, 1926 in Worcester, Massachusetts, geboren, arbeitete lange Jahre als Journalist beim „Boston Herald“, bevor er mit seinem ersten Roman „Der Rabbi“ den Durchbruch als Schriftsteller erlebte. Mit „Der Medicus“ gelang ihm ein Weltbestseller, der auch in Deutschland viele Monate auf der Bestsellerliste stand. Noah Gordon hat drei erwachsene Kinder und lebt mit seiner Frau auf einer Farm in Massachusetts.

[Goldmann Verlag (2005)]

Meine Meinung: Ein sehr schönes Buch, das ruhig und einfühlsam geschrieben ist. Gerade R.J. (obwohl ich mich beim Lesen nicht an den Namen gewöhnen konnte) ist eine entspannte Protagonistin, die mir Spaß gemacht hat und sehr angenehm war. Man konnte sich ihr Haus, den Wald und ihr Leben geradezu bildlich vorstellen. Gerade diese ganzen Episoden rund um das Haus haben mir gut gefallen und einen zufriedenen Zustand beim Lesen hinterlassen.

Trotz einiger langen Beschreibungen, ging es mir bei einigen Stellen leider zu schnell. Zum Beispiel wurde mir das Zusammenkommen mit Dave oder das Einleben in der Stadt etwas zu oberflächlich dargestellt.

Beim Lesen wird das Buch aber immer besser und kann den Leser wirklich in seinen Bann ziehen, so dass ich manchmal gar nicht mehr aufhören wollte zu lesen. Unterschwellig schleicht es sich ins Denken und ins Herz. Die Thematik ist wichtig und aktuell. Als Kranker möchte ich wirklich nicht in den USA leben. Des Weiteren wird die Schwierigkeit der Abtreibung, Religion (wobei mir auch da die ganze Geschichte von Dave und den orthodoxen Juden viel zu schnell ging) und der Existenzkampf der Farmen angesprochen.

Die Trennung am Ende fand ich nicht so gut, da es nicht in mein Bild der Protagonistin passte, aber das richtige Ende fand ich wiederum gut und lässt ja hoffen.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

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