Immer dieser Michel (Astrid Lindgren)

Veröffentlicht 6. November 2014 von erlesenebuecher

Blubb, Müsse & das große Aufräumen

Appetithäppchen: Michel, fünf Jahre alt und stark wie ein kleiner Ochse, lebt auf dem Hof Katthult in Lönneberga – das ist ein Dorf in Småland in Südschweden. Mit seinen runden blauen Augen und dem hellen wolligen Haar könnte man ihn fast für einen Engel halten – wenn er schläft. Aber wenn er nicht schläft, dann hat er mehr Unsinn im Kopf als irgendein anderer Junge in ganz Lönneberga oder ganz Småland oder ganz Schweden oder vielleicht sogar auf der ganzen Welt! Die Sonderausgabe enthält die Einzelbände „Michel in der Suppenschüssel“, „Michel muss Männchen machen“ und „Michel bringe dir Welt in Ordnung“.

Verfasserin: Astrid Lindgren (1907-2002), im südschwedischen Småland geboren und aufgewachsen, gehört zu den bekanntesten Schriftstellerinnen der Welt. Sie hat viele liebenswerte Kinderbuchfiguren geschaffen, wie Pippi Langstrumpf, die Kinder aus Bullerbü oder Karlsson vom Dach, und ihre Romane, Märchen und Erzählungen gehören längst zu den Klassikern der Kinderliteratur. Astrid Lindgren wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und dem Alternativen Nobelpreis. Ihr zu Gedenken schuf die schwedische Regierung den „Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis“ für Werke, die von dem tief humanistischen Geist geprägt sind, der mit Astrid Lindgren verknüpft ist.

[Verlag Friedrich Oetinger (2012)]

Meine Meinung: Großartig, solchen Unfug hat man noch nicht erlebt! Eine Lausbubengeschichte der Königsklasse bzw. die Urmutter aller Lausbubengeschichten! Michels Streiche passen kaum in Mutter Almas blaue Schreibhefte, geschweige denn auf eine Kuhhaut. Dies ist eines der besten Kinderbücher überhaupt.

Das große Aufräumen zum Beispiel ist eine zu Herzen gehende Weihnachtsgeschichte, die sich lohnt. In ihr tauchen auch so wunderbare Namen wie Unken-Ulla, Ein-Öre-Johann, Lumpen Fia oder Salia Amalia auf. Schon als Kind hatte ich immer Angst vor der Maduskan. Jeder einzelne Charakter des ganzen Buches ist großartig, von Lina und Alfred bis zum grandiosen Vater und Krösa-Maja, die so gruselige Geschichten erzählen kann.

Ich habe so gelacht beim Vorlesen, obwohl ich die Geschichten schon kannte. Am lustigsten fand ich die Episoden, in denen Michel meist ungewollt seinen Vater ärgert und dieser entweder in der Trissebude festhängt oder ständig irgendwelche Schüsseln auf den Kopf bekommt. Aber auch einige Tränchen konnte ich mir nicht verkneifen, vor allem bei der letzten Geschichte, als Alfred so krank war. Erzählt wird von einer wunderbaren Freundschaft zwischen Alfred und Michel (Du und ich, Alfred! – Ja, du und ich, Michel, so soll’s sein!).

Mein Sohn fand die Suppentopfgeschichte und die mit dem Knirpsschweinchen am besten. Aber auch, wann immer Ida mit einbezogen wurde (z.B. als sie am Fahnenmast hing oder von Michel blau angemalt wurde), hat er gelacht.

Jedes Kind oder besser jeder Mensch sollte dieses Buch lesen!

Bewertung: 5 von 5 Punkten

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