Für immer, dein Dad (Lola Jaye)

Veröffentlicht 10. November 2014 von erlesenebuecher

Bingo-Mann, einäugiger Teddy & Leitfaden

Appetithäppchen: Lois war erst sechs, als ihr Vater an Krebs starb. In ihrem Herzen hinterließ sein Tod ein riesiges Loch. Inzwischen ist sie schon dreizehn, und ihre Mutter möchte wieder heiraten – ausgerechnet den Blödmann, den sie beim Bingo kennengelernt hat. Doch dann erfährt Lois auf der Hochzeit von ihrer Tante, dass ihr Dad ihr etwas hinterlassen hat: ein kleines, geheimnisvolles Paket. Gespannt und aufgeregt öffnet sie es und findet ein grünes Notizbuch, ein Handbuch für das Leben, geschrieben von ihrem Vater kurz vor seinem Tod. Bis zu ihrem 30. Lebensjahr darf Lois jeweils zu ihrem Geburtstag ein Kapitel lesen. Ihr Dad erklärt darin seiner über alles geliebten Tochter das Erwachsenwerden: die Ängste, Nöte, aber auch die Freuden und Hoffnungen. Mutig macht sich Lois unter dem Schutz ihres Vaters auf die große Reise, die das Leben ist. Und sie versteht, dass man manchmal genau hinsehen muss, um die wahre Liebe zu erkennen…

Verfasserin: Lola Jaye wurde kurz nach ihrer Geburt adoptiert und wuchs in London auf, wo sie heute noch lebt. Sie hat Psychologie studiert und arbeitet für den National Health Service.

[Weltbild (2008)/ Rowohlt Verlag (2010)]

Meine Meinung: Zu Beginn merkte ich beim Lesen, dass das Buch nicht so ganz mein Fall ist. Ich finde, diese Story „Ein Toter hinterlässt Briefe für seine Liebenden“ ist nicht mehr besonders neu und wurde schon ein wenig ausgelutscht. Außerdem nervten die Ratschläge des Vaters mich eher, da sie ja anscheinend immer perfekt zu Lois‘ Situation passten.

Beim Lesen überlegte ich schon, was ich hier schreiben könnte, was genau ich kritisieren wollte und warum mich das Buch eben nicht so ansprach. Ich dachte, naja, so zu 2-3 Punkten würde ich tendieren, da es ja schon nett geschrieben ist.

Aber dann begann ab der Hälfte des Buches plötzlich ein schleichender Prozess: ich merkte so schlecht ist das Buch gar nicht. Es wurde immer besser und ich war immer mehr von Lois und ihrem Leben, das man so lange Zeit begleitete, fasziniert. Man bekam hautnah ihre Entwicklung mit und auch der Vater trat mit seinen Ratschlägen ein bisschen in den Hintergrund. Einige passten auch gar nicht, was mir sehr gut gefiel.

Vor allem die Beziehung zwischen Lois und Corey war ganz besonders, das spürte man bei jeder Seite mit ihnen. Lois wurde immer erwachsener und wuchs mir als Leserin richtig ans Herz.

Schade fand ich aber trotzdem die Situation zwischen Lois und ihrer Mutter. Die ist für mich nicht richtig nachvollziehbar. Warum bleibt so vieles so lange ungesagt zwischen ihnen, obwohl Lois ja wirklich alt genug ist? Das störte mich etwas.

Insgesamt ein Buch, dass sich in mein Herz geschlichen hat und überraschend großartig ist.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

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