Die Bibel & ich (A. J. Jacobs)

Veröffentlicht 18. Februar 2015 von erlesenebuecher

Walkstool, Mischgewebe & rote Kuh

Appetithäppchen: Stellen Sie sich vor, Sie dürften ein Jahr lang nicht lügen, nicht Ihres Nachbarn iPhone begehren und nicht fluchen. Sie müssten Ihnen bekannte Ehebrecher mit Kieseln steinigen und den Beginn eines neuen Monats mit einer Widderhornfanfare begrüßen. Das geht nicht? Doch, das geht. A. J. Jacobs hat es tatsächlich geschafft, zwölf Monate hindurch die biblischen Gesetze zu befolgen – auch die absurdesten. Halleluja!

Verfasser: A. J. Jacobs ist Redakteur beim Esquire und hat zahlreiche Artikel u.a. im New Yorker, Entertainment Weekly und The New York Times veröffentlicht. Er lebt mit seiner Frau Julie und seinen Kindern in New York.

[List Taschenbuch/ Ullstein Buchverlage (2009)]

Meine Meinung: Ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut habe, da ich den Klappentext schon super fand und vor allem die Idee mich echt überrascht und neugierig gemacht hat. Allerdings wird ziemlich schnell klar, dass der Autor nicht alle Gesetze befolgt hat, da dies natürlich nicht möglich ist, da es auch einfach zu viele sind. Er hat sich immer ein paar ausgesucht und denen eine bestimmte Zeit gewidmet, und sich dann wieder neuen zugewandt. Da er Jude ist und das Alte Testament nun einmal einen viel größeren Umfang hat sowie auch mehr Gesetze beinhaltet, hat er sich nur gegen Ende des Jahres dem Neuen Testament zugewandt.

Es war wirklich sehr interessant und teilweise unglaublich, was für Gesetze in der Bibel zu finden sind, die man normalerweise überhaupt nicht mitbekommt. Viele werden ja auch von „normalen“ Juden nicht mehr beachtet, aber A. J. Jacobs wollte sich gerade denen zuwenden. Natürlich (oder unglaublicherweise) traf er dann doch immer wieder auf extreme Gruppen, die sich noch immer an genau diese Gesetze hielten.

Leider wird dadurch das Bild der Bibel in meinen Augen schief, da immer nur die Extreme angeschaut werden, nicht die gemäßigte Richtung. Obwohl sein Fazit nach einem Jahr durchaus positiv ausfällt, hat ihn das Ganze wohl nicht ganz überzeugt. Tja, schade, dass nicht auch die nicht so absurden Teile der Bibel mehr Gehör fanden. Insgesamt fand ich das Buch teilweise etwas wirr und schwer zu folgen. Aber interessant und erstaunlich war es allemal.

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

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