Eine Woche voller Samstage (Paul Maar)

Veröffentlicht 19. März 2015 von erlesenebuecher

Taucheranzug, Wunschpunkte & Rotkohl

Appetithäppchen: Herr Taschenbier ist ein ängstlicher Mensch. Er fürchtet sich vor seiner Zimmerwirtin, vor seinem Chef und überhaupt vor allen Leuten, die schimpfen und befehlen – bis ihm eines Samstags ein Sams über den Weg läuft und kurzerhand beschließt, bei ihm zu bleiben. Das Sams ist ein furchtloses, ja beinahe respektloses Wesen, das sich von nichts und niemandem einschüchtern lässt, das überall freche Bemerkungen macht und zurückschimpft, wenn andere schimpfen. Herrn Taschenbier ist das anfangs furchtbar peinlich, und er versucht auf alle möglichen Arten, das Sams wieder loszuwerden. Aber seltsam: Je länger es bei Herrn Taschenbier bleibt, desto lieber gewinnt er das Sams. Und am Schluss wird aus dem braven, ängstlichen Herrn Taschenbier ein selbstbewusster Mensch, der gelernt hat, sich zu behaupten.

Verfasser: Paul Maar (* 13. Dezember 1937 in Schweinfurt) ist ein deutscher Kinderbuchautor, Illustrator, Übersetzer, Drehbuch- und Theaterautor, der in Bamberg lebt. Paul Maar schrieb Kinderbücher, weil er fand, dass es zu wenig gute Kinderbücher gibt. Nachdem er sein erstes Werk veröffentlicht hatte und nach mehr gefragt wurde, wechselte er ganz zum freiberuflichen Autor und Illustrator.

[Verlag Friedrich Oetinger (1973)]

Meine Meinung: Ein Buch aus meiner Kindheit, welches ich nun zum wiederholten Mal gelesen habe. Ich weiß noch genau, wie toll ich das Sams als Kind fand. Es war unglaublich frech, mutig, stark und ließ sich nichts sagen. Dann kamen natürlich noch die großartigen Wunschpunkte dazu. Wer möchte nicht, dass ihm jeder Wunsch erfüllt wird…

Als ich das Buch nun nach langer Zeit mal wieder gelesen habe, musste ich doch merken, wie viel ich vergessen hatte, z.B. die Dichtstunde in der Schule oder den Schneesturm im Zimmer. Aber ich finde noch immer, dass es ein super Kinderbuch ist, welches eigentlich in jedes Kinderbuchregal gehört und freue mich schon sehr, es bald mal meinem Kind vorzulesen.

Jedoch ist mir nun aufgefallen, wie viel die Olchis doch bei dem Sams geklaut haben. Dafür kann das Sams natürlich nichts, aber leider sind momentan bei uns im Kinderzimmer die Olchis präsenter und dadurch hat das Sams ein wenig seiner Faszination eingebüßt, was schade ist.

Aber trotzdem ist das Sams und auch Herr Taschenbier wirklich liebenswert und ich freue mich auf die weiteren Bände der Reihe.

reread: Nun konnte ich das Buch endlich meinem großen Sohn vorlesen. Das war super. Er mochte das Sams auch sehr gern und wir haben uns beide vor allem bei dem Besuch im Einkaufszentrum amüsiert. Auch fand er Frau Rotkohl lustig, die am Ende immer das Gegenteil von dem sagte, was sie eigentlich meinte.

Interessant war, dass der Schulbesuch des Sams nicht so gut ankam (auch bei mir nicht) wie beim alleinigen Lesen. Der Studienrat Grohl meckert und schreit einfach zu sehr und da mein Großer jetzt in die Schule geht, will er natürlich solche Lehrer nicht haben.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Hier geht es zum 2. Teil

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