Vampire zum Frühstück (Michele Bardsley)

Veröffentlicht 27. April 2015 von erlesenebuecher

Geißblatt, Kontaminus-Virus & Seelenverwandte

Appetithäppchen: Saugt sie da etwa gerade am Oberschenkel eines nackten Mannes? Seit der sexy Ire Patrick O’Halloran sie aus den Fängen eines mysteriösen haarigen Biests rettete und zum Vampir machte, ist für Single-Mom Jessica nichts mehr, wie es war. Ehe sie sich versieht, muss sie nicht nur mit ihrem neuen Dasein als Kreatur der Nacht zurechtkommen (schmeckt Blut von Schokoladenessern wirklich besser?), sondern auch mit ihren überraschend innigen Gefühlen für Patrick (Vorsicht: Sex mit ihm würde sie für hundert Jahre an ihn binden!). Ganz schön aufregend, so ein Leben nach dem Tod!

Verfasserin: Die preisgekrönte Autorin Michele Bardsley denkt sich fiktionale Welten aus, weil die Realität manchmal einfach keinen Spaß macht. Warum ist es zum Beispiel bis heute niemandem gelungen, kalorienfreie Schokolade herzustellen? Das wäre doch mal was! Mit ihrem Ehemann, zwei Kindern und drei verwöhnten Katzen lebt Michele in Tulsa, Oklahoma.

[Mira Taschenbuch (2008)]

Meine Meinung: Schon wieder ein Vampirroman und schon wieder eine Reihe, die ich anfange. Nicht gerade die besten Voraussetzungen, viel zu erwarten. Man kennt ja schon alles, die Reihen ziehen sich meist hin und riechen nach Geldmacherei… Tja, vielleicht war es aber gerade gut, dass ich nichts erwartet habe. Denn ich fand das Buch super!

Ich wurde sehr gut unterhalten und habe das Buch verschlungen, da es keine Längen oder langweilige Passagen aufweist. Es ist eigentlich ein typischer Frauenroman, aber eben in der Welt der mysteriösen Wesen und sogar mit etwas Tiefgang.

Gerade die keltische Vorgeschichte zu den Vampiren ist interessant und mal etwas anderes, voller guter Ideen, ohne dass sich die Autorin, wie so viele andere, zu viel vorgenommen hat. Dazu kommen sympathische Charaktere mit vielschichtigen Geschichten, ohne dass sie allzu anstregend sind.

Aber – natürlich gibt es auch wieder ein Aber – ein wenig abgedroschen ist es schon: Wir haben einen reichen, tollen, verdammt gutaussehenden Vampir, der auf seine große Liebe 4000 Jahre wartet, und eine Durchschnittsfrau, die dann als Vampir natürlich auch atemberaubend gut aussieht. Diese ist aber leider etwas zu forsch, schimpfwortlastig und leicht aggressiv. Das nervt etwas, z.B. wenn sie – frisch als Vampir verwandelt – gleich zu einem großen, starken, alten Vampir „Arschloch“ sagt und nur weil er „Pah“ sagt, ihn halb töten will, also ob sie eine Chance hätte – albern und übertrieben.

Die Mutterrrolle der Protagonistin wird  das ganze Buch über thematisiert, aber irgendwie nicht ausgefüllt. So verbringt sie kaum Zeit mit ihren Kindern. Aber trotzdem ist die Thematik gut und der Schreibstil überzeugt durch Humor, Lebendig- und Leichtigkeit.

Ich freue mich auf den zweiten Band

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

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