Delirium (Lauren Oliver)

Veröffentlicht 5. Juli 2015 von erlesenebuecher

Infizierte, Evaluierung & Laufen

Appetithäppchen: Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor deliria nervosa als schlimme Krankheit erkannt worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.

Verfasserin: Schon als Kind hat Lauren Oliver leidenschaftlich gern Bücher gelesen und dann Fortsetzungen dazu geschrieben. Irgendwann wurden daraus ihre eigenen Geschichten. Sie Philosophie und Literatur studiert und kurz bei einem Verlag in New York gearbeitet. Dort bestand ihr Beitrag hauptsächlich darin, die Kleiderordnung zu missachten und immer wieder den Drucker kaputt zu machen. Lauren lebt in Brooklyn. Nach „Wenn du stirbst…“ ist dies ihr zweiter Roman.

[Carlsen Verlag (2011)]

Meine Meinung: Ich habe mich bei dem Buch spontan in das Cover verliebt und wollte deshalb diese Reihe unbedingt lesen. Nun lag es ewig auf meinem SuB und ich erinnerte mich gar nicht mehr genau daran, worum es überhaupt geht.

Umso beeindruckender war der Beginn der Geschichte für mich. Welch grandiose Idee, eine Welt zu konzipieren, in der die Liebe als Krankheit angesehen wird, welche geheilt werden kann und muss, damit die „Seuche“ nicht um sich greift. Ich war völlig fasziniert und vor allem diese kleinen Auszüge aus der in dieser Welt erlaubten Literatur, wie dem Buch Psst, beeindruckten mich sehr. Eine geniale Grundidee!

Tja, aber nun kommt natürlich das Aber! Die Umsetzung war für mich sehr ernüchternd. Es gab ansonsten eigentlich nichts Neues. Alles schon mal dagewesen. Eine Welt, die unter strenger Kontrolle steht, alles wird für einen geregelt, aber es wird gemunkelt, dass es eine Welt außerhalb gibt, die sich nicht an die Regeln hält. Sie innerhalb der geregelten Welt, er von außerhalb. Beide wollen flüchten, gegen das System kämpfen, verlieben sich natürlich. Einer opfert sich für den anderen… blablabla. Tut mir ja echt leid, das Buch ist ja auch nett geschrieben und störte nicht wirklich beim Lesen, aber eben alles sehr voraussehbar und abgedroschen.

Die Charaktere wirkten ebenfalls eher blass und stachen nicht heraus. Aber natürlich fand ich es nicht so schrecklich, als dass ich dem zweiten Band nicht noch irgendwann eine Chance gebe.

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Hier geht es zum 2. Teil

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