Elfenmagie (Sabrina Qunaj)

Veröffentlicht 29. September 2015 von erlesenebuecher

Weltentor, Baumjäger & Schneeglöckchen

Appetithäppchen: Das Mädchen Vanora wächst bei ihrem Vater auf, ohne zu ahnen, wer sie wirklich ist. Bis das Schicksal sie eines Tages einholt. Der geheimnisvolle Glendorfil taucht aus einer anderen Welt auf und verkündet, dass sie eine Halbelfe ist – und nur durch sie das Reich der Elfen wieder vereint werden kann. Doch Vanora hat mächtige Feinde.

Verfasserin: Sabrina Qunaj wohnt mit ihrer Familie in der Steiermark und legt mit „Elfenmagie“ ihren ersten Fantasy-Roman vor. Im August 2012 erschien mit „Elfenkrieg“ der zweite Teil ihrer Elfensaga.

[Aufbau Verlag (2012)]

Meine Meinung: Im allgemeinsten Sinn ist ein Epos heute eine weitläufige oder ausschweifende Erzählung. Genau so etwas hat Frau Qunaj hier vorgelegt. Es ist ein gigantisches Werk und das muss man erstmal schaffen, aber eben auch bändigen.

In diesem Buch wird eine gewaltige Geschichte in einer faszinierenden Umgebung erzählt. Es gibt drei Welten, die der Menschen, die der Dunkelelfen und die der Lichtelfen. Die Welt der Elfen wurde geteilt und die beiden Bereiche bekämpfen sich. In diesen Krieg wird nun die Halbelfe Vanora hineingezogen. Allerdings wollen beide Elfenvölker sie auf ihrer Seite haben.

Ebenfalls wollen zwei Elfen sie haben, die sich in sie verliebt haben. Eamor, der König der Dunkelelfen, und Nevliin, der Anführer der Lichtritter, kämpfen um ihre Gunst. Eine verwickelte Liebesgeschichte zieht sich durch das ganze Werk. Ich wusste auch nicht, wen ich lieber an ihrer Seite gesehen hätte. Erst dachte ich, es muss Eamor sein, aber dann wurde ich doch verunsichert. Nevliin und Vanora scheinen füreinander bestimmt zu sein. Ich fand es zeitweise etwas anstrengend. Allerdings mochte ich Vanoras Wandlung auch nicht so sehr, sie wurde mir zu düster und brutal, so dass sie vielleicht doch gut zu Nevliin passte.

Insgesamt fand ich das Buch teilweise etwas zu langatmig. Vielleicht täten 200-300 Seiten weniger gut. Wenn man 1000 Seiten schreibt, muss man auch etwas zu erzählen haben. Das hatte die Autorin auf jeden Fall, aber manchmal hatte ich das Gefühl, sie hat sich etwas verloren. Gerade Vanoras Gedankenwelt fand ich ab und an zu ausschweifend. Die Handlung war so voll gepackt und vieles nur angerissen, z.B. das mit den Drachenelfen, aber nicht zuende geführt. (Wobei da ja noch im zweiten Teil drauf eingegangen wird).

Sehr erfreulich fand ich den flüssigen Schreibstil, so dass die 1000 Seiten nicht allzu langweilig wurden. Man merkt dann eben doch, dass das Werk nicht übersetzt wurde.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

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