Picknick im Schatten (Judith Lennox)

Veröffentlicht 4. Oktober 2015 von erlesenebuecher

Verlust, Wolf & Owlscote

Appetithäppchen: Nur ein kurzer Moment der Unachtsamkeit, der das Schicksal einer jungen Frau und die Lebenswege einer ganzen Familie für immer verändert… Sommer 1914: Als junges Nädchen verbringt Alix mit der reichen Verwandtschaft die großen Ferien in Frankreich – eine unbeschwerte Zeit, die jäh endet, als ihr kleiner Cousin Charlie spurlos verschwindet. Alix trägt die Schuld daran, eine Schuld, die sie nie wieder loslassen wird. Eine dramatische Geschichte um Liebe, Verrat und Vergebung.

Verfasserin: Judith Lennox wurde in Salisbury im Südwesten Englands geboren. Nach ihrem Englischstudium in Lancester arbeitete sie unter anderem als Pianistin in einer Ballettschule, bevor sie sich ganz aufs Schreiben verlegte und zur Bestsellerautorin avancierte. Sie lebt mit ihrem Mann und dem jüngsten ihrer drei Söhne auf dem Land bei Cambridge. Auf deutsch liegen von ihr außerdem vor: „Serafinas später Sieg“, „Der Garten von Schloss Marigny“, „Bis der Tag sich neigt“, „Das Winterhaus“, „Tildas Geheimnis“ und „Am Strand von Deauville“.

[Piper Verlag (2001)]

Meine Meinung: Diese Geschichte bietet viel: Drama, Liebe, Geschichte, Familie, Kultur, Freundschaft… Etliche Aspekte werden geliefert. Aber ob man dann das alles auch zu Genüge ausfüllen kann, ist die Frage. Ich fand das Buch wirklich gut. Es hat mich unterhalten, aber wirklich angesprochen, berührt oder zum Nachdenken angeregt, hat es mich nicht. Natürlich war es tragisch mitanzusehen, wie ein einziges Ereignis das Leben bestimmen und beeinträchtigen kann. Während es für andere betroffene Personen eher eine untergeordnete Rolle spielt.

Sehr nett fand ich den geschichtlichen Hintergrund des Plots. Die Story spielt zwischen den beiden Weltkriegen vor allem in England. Auch das alte Gutshaus wird faszinierend beschrieben, so dass man es am liebsten sofort besichtigen will.

Leider gewinnt man die Charaktere, welche gut beschrieben werden, nicht so richtig gern, sie gehen einem nicht zu Herzen. Ich wurde nicht warm mit ihnen, obwohl man sie über eine lange Reise und fast beim Erwachsen werden begleitet. Trotzdem hat sich das Buch gelohnt, da es wirklich interessant und vor allem die Geschichte in sich rund ist. Das Ende empfand ich als sehr gelungen.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

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