Die großen Jäger 4 – Land der vielen Wasser (William Sarabande)

Veröffentlicht 19. Oktober 2015 von erlesenebuecher

Drei Pfoten, rote Beeren & Feuerkraut

Appetithäppchen: Torka, der große Jäger, hat seinen Stamm durch viele Gefahren geführt, doch die Mächte des Schicksals gönnen ihm keine Ruhe. Eine alles vernichtende Feuersbrunst und eine riesige Flutwelle drohen, die Menschen auszulöschen. Auf der Flucht vor den Naturgewalten gelangen sie ins Land der vielen Wasser, das ihnen zunächst wie ein Paradies erscheint. Doch ganz in der Nähe lauert eine Horde der schrecklichen Wanawuts – jener halbmenschlichen Bestien, die Torkas Stamm schon seit vielen Monden verfolgen. Und ausgerechnet im Augenblick der größten Gefahr bricht im Stamm ein gefährlicher Streit zwischen Torkas Kriegersöhnen aus, die sich beide in dasselbe Mädchen verliebt haben.

Verfasser(in): William Sarabande ist ein Pseudonym von Joan Lesley Hamilton Cline, die(?) in Hollywood, Kalifornien geboren wurde. Cline begann im Alter von 17 Jahren mit dem Schreiben. 1979 wurde erstmals etwas von ihr veröffentlicht.

[Bastei Lübbe (1990)]

Meine Meinung: Für mich ist dies der letzte Band der „Die großen Jäger“-Reihe. Es gibt noch viel mehr Bände, allerdings geht es zum einen in den Folgebüchern nicht mehr um Torka und seinen Stamm, wie in den ersten vier Büchern, und zum anderen wurden die letzten Teile nicht mehr ins Deutsche übersetzt, so dass man sowieso mittendrin abbrechen muss. Außerdem habe ich gehört, dass die Qualität der Handlung abnimmt. Also ist das vierte Buch ein guter Schlusspunkt.

Ich habe auch genug. Irgendwie werde ich mit dem Autor nicht richtig warm, obwohl ich das zwischendurch dachte. Sarabande hat einen guten, fesselnden Schreibstil, aber er wählt einfach Themen, die mir nicht wirklich gefallen. Klar, muss ich immer noch sagen: Prähistorischer Roman super! Es gibt so viele Dinge, die mir gefallen. Sei es die unwirkliche Umgebung, der Stamm, der ums Überleben kämpft und die vielen Riten und Traditionen, die eine wichtige Rolle spielen. Es machte mir große Freude im kuscheligen Bett zu liegen und von den Schneestürmen und der kalten Umgebung zu lesen.

Aber ich habe das Gefühl der Autor muss irgendwelche (sexuellen) Bedürfnisse ausleben/ kompensieren/ was auch immer… Da wird ein junges Mädchen von dem Fantasiewesen Wanawut (Halb Bestie/Bär, halb Mensch) bestiegen und dabei getötet, die Schwester vergewaltigt den fiebernden Bruder, ein Mädchen wird im Drogenrausch sexuell gefügig…. Na klar, kann man sagen, damals waren die Menschen eben noch halbe Tiere etc. Allerdings passt es nicht zur weiteren Darstellung der Menschen, die z.B. darüber philosophieren, was Glück ist.

Sowieso haben mich dieses Mal viele Themen wirklich irritiert und dadurch war ich von so einigen jungen, weiblichen Protagonistinnen genervt. Da ist Larani, die durch ein großes Feuer halb verbrannt wurde, nun mit ihrem Schicksal hadert und im Stamm eine Außenseiterin ist, da sie nun häßlich ist. Nur leider wird die Geschichte nicht richtig ausgeschöpft bzw. vertieft, so dass ich mich nach dem Sinn dieser Geschehnisse fragte. Sehr genervt war ich auch von Demmi, die in ihren Bruder verliebt ist und dadurch unausstehlich zu ihrem Mann und vor allem zu ihrem Kind ist. Das fand ich sehr abstoßend und irritierend. Aber am Schlimmsten fand ich Naya, die naiv und blöd ist, aber durch ihre rote Beeren in einen Drogenrausch gerät und plötzlich der sexhungrige Vamp ist. Ich habe mich gefragt, was diese Themen in einem guten prähistorischen Roman zu suchen haben… Schade!

Bewertung: 2,5 von 5 Punkten

Hier geht es zum 3. Teil

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