Manchmal ist der Teufel auch nur ein Mensch (Hans Rath)

Veröffentlicht 31. Oktober 2015 von erlesenebuecher

Aspergrill, Stigmata & Krippenfigur

Appetithäppchen: Psychotherapeut Jakob Jakobi bekommt ungebetenen Besuch von einem Kerl namens Anton Auerbach. Sein Anliegen: Er möchte Jakobs Seele kaufen. Der Grund: Seit Jakobs Begegnung mit Gott ist diese Seele besonders wertvoll. Für wen? Für den Teufel natürlich. Und genau der behauptet Auerbach zu sein. Jakobi ist genervt. Warum nur treffen sich ausgerechnet in seiner Praxis die Mächte des Himmels und der Finsternis – oder Leute, die sich dafür halten? Jakob denkt nicht dran, seine Seele zu verkaufen oder “Toni” für voll zu nehmen. Doch der vermeintliche Teufel hat das eine oder andere Ass im Ärmel. Mehr und mehr wird Jakobs Leben zur Hölle. Da wäre es wirklich gut, Gottes Beistand zu bekommen…

Verfasser: Hans Rath, Jahrgang 1965, studierte Philosophie, Germanistik und Psychologie in Bonn. Er lebt mit seiner Familie in Berlin, wo er unter anderem als Drehbuchautor tätig ist. Mit der Romantrilogie „Man tut, was man kann“, „Da muss man durch“ und „Was will man mehr“ hat Rath sich eine große Fangemeinde geschaffen. Zwei der Bücher wurden bereits fürs Kino verfilmt. „Und Gott sprach: Wir müssen reden!“ ist ebenfalls ein Bestseller.

[Wunderlich/ Rowohlt Verlag (2014)]

Meine Meinung: Dieses Mal tritt der Teufel in das Leben von Jakob Jakobi. Es sind drei Jahre seit seiner Begegnung mit Gott vergangen. Jakobis Praxis läuft wieder besser, seine Exfrau hat immer noch sehr sehr viel Geld und Jakob wartet auf ein Zeichen Gottes. Da tritt der Teufel in Form von Toni Auerbach in sein Leben und will unbedingt seine Seele haben. Natürlich lässt der Teufel nichts unversucht und bringt alles durcheinander. Mal gut, dass es eine Sushibar in Jakobs Nähe gibt…

Auch dieses Buch ist wieder sehr unterhaltsam und ließ sich gut lesen. Allerdings war es um einiges wirrer und unharmonischer als sein Vorgänger. Irgendwie war Jakob auch nicht der Alte. Rath ließ ihn nur ständig durch die Stadt irren und den Teufel gefangen nehmen, exorzieren etc., um es dann aber wieder abzubrechen. Nur Jakobs Exfrau und einige andere Nebencharaktere waren lustig und amüsant.

Die Erklärungen über die Person des Teufels, die Aufgaben der Hölle und die Beziehung zwischen Himmel und Hölle fand ich leider auch nicht besonders gelungen. Eher langweilig und nichtssagend. Ich habe den möglichen Tiefgang des ersten Teils vermisst.

Das Ende fand ich ganz doof! Star Wars lässt grüßen…

Bewertung: 3 von 5 Punkten

Hier geht es zum 1. Teil

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