Alles inklusive (Doris Dörrie)

Veröffentlicht 5. November 2015 von erlesenebuecher

Casa Heike, Tierpsychologin & paniertes Schnitzel

Appetithäppchen: Ein Sommer in Spanien, nach dem nichts mehr so sein kann, wie es war. Vier äußerst unterschiedliche Menschen, alle auf der Suche nach der Sonnenseite des Lebens. Aber kann man das Glück buchen wie einen Urlaub, alles inklusive? – Ein herzzerreißend komischer Roman über Mütter und Töchter, über die Zumutung der Liebe und das Glück der Freundschaft, und über unsere ewige Sehnsucht nach dem Süden.

Verfasserin: Doris Dörrie, geboren in Hannover, studierte Theater und Schauspiel in Kalifornien und in New York, entschloss sich dann aber, lieber Regie zu führen. „Männer“, ihr dritter Kinofilm, wurde ein Welterfolg. Parallel zu ihrer Filmarbeit veröffentlicht sie Kurzgeschichten, Romane und Kinderbücher, die mehrfach ausgezeichnet wurden. Seit einigen Jahren hat sich Doris Dörrie auch als Opernregisseurin einen Namen gemacht. Sie lebt in München.

[Diogenes Verlag (2011)]

Meine Meinung: Das Buch fing sehr vielversprechend und gut an. Apple verbringt in den 70ern mit ihrer Mutter Ingrid den Sommer in Torremolinos in einem Zelt mitten in der damaligen Hippieszene. Jedoch tut sich Apple schwer mit dem Lebenswandel ihrer Mutter, deren Affäre mit einem Familienvater mit einem Selbstmord endet. Eine interessante, spannende Kostellation scheint sich daraus zu ergeben.

Allerdings wird die Geschichte dann doch anders. 30 Jahre später reist Ingrid wieder nach Torremolinos und Apple ist eine frustrierte Frau mit Männerpech. Soweit so gut, aber dann taucht plötzlich eine Flüchtlingsgeschichte und die Journalistin Susi auf. Was machen die da in dieser Geschichte, in diesem Buch? Keine Ahnung.

Dörrie will zu viel. Sie hat gute Protagonisten, die aber leider zu kühl bleiben. Apple nervt, ihr Hund Freud ist zu absurd und ihre Männergeschichten nur nervig.

Insgesamt kommt leider zu wenig Torremolinos vor. Schade! Gerade die Mutter-Tochter-Geschichte versprach viel, konnte aber nicht alles halten.

Zum Glück ist das Buch aber kurzweilig. Mal sehen, wie der Film ist.

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

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