Charleston Girl (Sophie Kinsella)

Veröffentlicht 24. Januar 2016 von erlesenebuecher

Halskette, Flapper & Halali

Appetithäppchen: Lara Lington könnte etwas Ablenkung gut gebrauchen: Ihr Freund hat sie verlassen, ihr Job ist ein Katastrophengebiet und ihre Familie ein Fall für sich. Dann taucht auch noch eine junge Frau auf, die Laras Leben restlos auf den Kopf stellt: Sadie Lancaster, ein Wirbelwind mit Federboa und einer Vorliebe für Charleston. Sadie hat nur ein Problem: Sie ist der Geist von Laras Großtante und gehört eigentlich in die Zwanzigerjahre. Nun ist sie ins London der Gegenwart geraten, wo sie nach einem Mann zum Flirten und nach einer verschwundenen Perlenkette sucht. Und für beides braucht sie Laras Hilfe…

Verfasserin: Sophie Kinsella ist Schriftstellerin und ehemalige Wirtschaftsjournalistin. Ihre Schnäppchenjägerin-Romane um die liebenswerte Chaotin Rebecca Bloomwood, von denen mittlerweile sieben vorliegen, werden von einem Millionenpublikum verschlungen. Die Bestsellerlisten eroberte Sophie Kinsella aber auch mit ihren Romanen „Sag’s nicht weiter, Leibling“, „Göttin in Gummistiefeln“ und „Kennen wir uns nicht?“ im Sturm.

[Goldmann Verlag (2009)]

Meine Meinung: Ich wusste gar nicht, dass ich die Zwanzigerjahre so gut finde. Sadie, das Flapper-Girl, hat mich restlos überzeugt und begeistert!

Ein schönes Buch, welches so viele gute Dinge enthält. Es gibt mehrere Geschichten, die klasse sind. Zum einen geht es um Lara und ihre Familiengeschichte, natürlich um das Leben ihrer Großtante Sadie, aber auch um die Beziehung ihres Vaters zu ihrem Onkel, der Multimillionär ist und alles in den Schatten stellt. Dann ist es aber auch ein Kriminalroman, da eine Kette verschwunden ist und vor allem geht es um die Frage, warum sie verschwunden ist. Des Weiteren versucht Lara eine Firma zu führen und auch das ist gar nicht so leicht. Aber ebenfalls findet man eine sehr schöne, sanfte Liebesgeschichte in dem Buch, die mich vor allem überzeugt hat, da sie sich nicht zu sehr in den Vordergrund drängt. Aber hauptsächlich geht es um zwei starke Frauen, wobei vor allem diejenige aus den Zwanzigern so mutig, lebenslustig und rebellisch ist. Eine wahre Freude!

Es ist schon erstaunlich, wie stark und unabhängig einige Frauen in den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts waren. Sie haben so viel gekämpft und erreicht. Aber leider haben sie bereits einige Jahrzehnte später wieder alle Rechte verloren, so dass sie in den 60/70ern erneut erkämpft werden mussten.

Leider hatte die Protagonistin Lara zeitweise einige Züge der naiven Rebecca Bloomwood (Protagonistin aus der Shopaholic-Reihe), in den Momenten hat sie mich schnell genervt. Allerdings änderte sich das vor allem zum Ende wieder. Aber man kann ja auch nichts dafür, dass man natürlich etwas meschugge rüberkommt, wenn man den Geist von Sadie als Einzige sieht.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

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