Sternenfeuer 1 – Gefährliche Lügen (Amy Kathleen Ryan)

Veröffentlicht 3. Februar 2016 von erlesenebuecher

Zwillingsschiffe, Kinder & Gottesdienst

Appetithäppchen: Das mächtige Sternenschiff Empyrean ist auf dem Weg zu einem weit entfernten Planeten. Zu den ersten Kindern, die auf der langen Reise geboren wurden, gehört die 15-jährige Waverly. Alle erwarten von ihr, dass sie bald ihren Freund Kieran heiratet, um selbst Kinder zu bekommen und so das Überleben der Menschheit zu sichern. Aber ist Waverly wirklich schon bereit, diesen entscheidenden Schritt zu gehen? Das friedliche Leben endet dramatisch, als wie aus dem Nichts das Schwesterschiff der Empyrean auftaucht – und angreift! Alle Mädchen werden entführt und finden sich in einer Welt wieder, in der nichts ist, wie es scheint. Waverly muss alles daransetzen, zu entkommen und zu Kieran zurückzukehren, der Lichtjahre entfernt um sein Überleben kämpft…

Verfasserin: Amy Kathleen Ryan wuchs in Jackson im amerikanischen Bundesstaat Wyoming auf. Sie studierte Anthropologie und Englische Literatur in Wyoming und Vermont, bevor sie sich ganz dem Schreiben zuwandte.

[PAN-Verlag (2012)]

Meine Meinung: Selten war ich bei einem Buch so hin und her gerissen, ob ich es nun gut fand oder nicht. Es ging ständig bergauf und bergab. Allerdings dachte ich am Ende, vielleicht macht das ja auch ein gutes Buch aus, dass es mir keine Ruhe lässt und mich eben emotional bewegt – positiv wie negativ.

Ich fand den Anfang total aufregend und interessant. Wir sind im Weltall und seit 42 Jahren auf dem Weg zu einer neuen Erde, da die alte anscheinend kaputt gewirtschaftet wurde. Das ganze Leben spielt sich also auf einem riesigen Raumschiff ab. Star Trek lässt grüßen. Super!

Allerdings fand ich dann den Moment störend, als plötzlich der Feminismus und Sexismus thematisiert wurden. Ab da dachte ich, oh doch nicht mein Buch, seltsames Jugendbuch. Auch wurde das Thema dann nur angerissen und nicht zuende geführt. Aber vielleicht geht die Autorin in den nächsten beiden Bänden genauer darauf ein.

Des Weiteren eckten die Protagonisten immer wieder bei mir an. Zwischendurch fand ich sie richtig unsympathisch. Allerdings wird man auch nicht so richtig schlau aus ihnen. Man weiß nie, auf welcher Seite sie wirklich stehen. Das macht natürlich die Spannung aus, aber man hat auch keinerlei Identifizierungsmöglichkeiten. Und wenn der Protagonist so richtig eklig ist und sein Verhalten nicht nachvollziehbar dargestellt wird, verzeihe ich als Leser nicht so schnell.

So viel mich an dem Buch aber auch geärgert hat, so hat es mich doch gerade gegen Ende gefesselt. Ich war fasziniert und vor allem sehr gespannt, wie es weiter geht.

Das Schlimmste an dem Buch ist allerdings, dass es der erste Band einer Trilogie ist und ich nun erfahren habe, dass der dritte Band nicht mehr übersetzt wird. Das heißt – da ich Bücher nicht auf englisch lesen mag -, ich die Reihe nicht beenden kann. Da wünschte ich, ich hätte dieses Buch nie gelesen. Das zweite werde ich nun nicht mehr lesen. Dafür musste ich einen Punkt abziehen. Das ärgert mich total.

Bewertung: 3 von 5 Punkten

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