Überfall am Okeechobee (Hansjörg Martin)

Veröffentlicht 8. Februar 2016 von erlesenebuecher

Schneller Pfeil, Chickee & Mokassinschlange

Appetithäppchen: Der vierzehnjährige Osceola aus Baltimore reist mit seiner Mutter in die indianische Heimat am Okechobee-See. Diese Reise wird für ihn eine Fahrt in die Geschichte der schwergeprüften Seminolen-Indianer. Der alte Häuptling „Schneller Pfeil“ erzählt Osceola von den heimtückischen Überfällen der Weißen auf das Reservat. Damals, etwa zehn Jahre alt, befreite er mit seinen Freunden die gefangenen Stammesangehörigen und bewahrte viele Dörfer vor den Grausamkeiten des Krieges. Seitdem lassen die Seminolen keine Fremden in ihre Gebiete, das Kriegsbeil ist bis heute nicht begraben.

Verfasser: Hansjörg Martin: ursprünglich Maler und Grafiker; nach dem Krieg Clown, Journalist, Bühnenbildner und Dramaturg; seit 1962 freier Schriftsteller; Arbeit für Schulfunk und Fernsehen; schreibt Kriminalromane und Kinder- und Jugendbücher.

[Rowohlt Taschenbuch Verlag (1972)]

Meine Meinung: Ein Buch meiner Kindheit. Es ist lange her, dass ich es gelesen habe. Allerdings erinnere ich mich noch genau, wie toll ich es damals fand. Immer wieder habe ich es gelesen und war jedes Mal fasziniert. Ich war ein Riesenindianerfan und habe etliche Bücher zu dem Thema gelesen. Auch heutzutage bin ich immer noch von der Thematik gefesselt und konnte auch beim erneuten Lesen des Buches nachempfinden, was damals in mir vorging.

Der Junge Osceola lernt einiges über seine Vorfahren und deren Lebensweisen. Er ist ein normaler Jugendlicher, der u.a. Ärger in der Schule hat. Aber dann lernt er das Leben der Seminolen kennen. Es geht um die Natur, um Freiheit, Selbstbestimmung, Wertvorstellungen,… Was ist wichtig im Leben? Fragen, die mich als Jugendliche beschäftigt haben und auch heute noch wichtig sind.

Vor allem sollte nie vergessen werden, was die Amerikaner mit den Ureinwohnern gemacht haben. Vor allem wenn man sich einige aktuelle Politiker mit Föhnwelle dort drüben anschaut. Welch stolze Völker die amerikanischen Ureinwohner sind und was man alles von ihnen lernen kann. Sehr schön finde ich vor allem, dass es ein eigentlich unspektakuläres Jugendbuch ist, im Gegensatz zu den heutigen, aber eben durch Entspannung und Tiefe punkten kann.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

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Ein Kommentar zu “Überfall am Okeechobee (Hansjörg Martin)

  • Oh, wie schön! Ich mach das ja auch schon seit ca. 2 Jahren, dass ich immer mal wieder eines meiner Kinder-/ Jugenbücher vorstelle, die noch in meinem Regal stehen. Gerade lese ich den ersten Sammelband von „Die Jungen von Burg Schreckenstein“ nochmal.
    Ich freue mich immer, wenn Menschen noch an diesen alten Büchern hängen, auch wenn ich deines hier nicht kenne.
    LG
    Yvonne

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