Die Brandmauer (Henning Mankell)

Veröffentlicht 23. Februar 2016 von erlesenebuecher

20, Geldautomat & Strukturveganer

Appetithäppchen: Zwei junge Mädchen überfallen einen Taxifahrer, betäuben ihn mit einem Hammer und töten ihn mit einem Küchenmesser. Als die Polizei sie verhört, zeigen sie keinerlei Schuldgefühle. Wallander kann es kaum fassen. Finden junge Leute heutzutage wirklich nichts dabei, einen Menschen hinterrücks zu ermorden? Kurz darauf geschehen die seltsamsten Dinge: Ein Mann fällt tot vor einem Bankautomaten um. Seine Leiche wird aus der Pathologie gestohlen und wieder an den ursprünglichen Fundort transportiert. In ganz Schonen geht das Licht aus. In der Transformatorstation liegt eine verkohlte Leiche. Wallander ist sicher, dass etwas anderes, Größeres, hinter all dem steckt…

Verfasser: Henning Mankell, geboren 1948 in Härjedalen, ist einer der angesehensten und meistgelesenen schwedischen Schriftsteller. Er lebt als Theaterregisseur und Autor abwechselnd in Schweden und in Maputo/Mosambik. Mit Kurt Wallander schuf er einen der weltweit beliebtesten Kommissare.

[Deutscher Taschenbuch Verlag (2001)]

Meine Meinung: Lang ist es her, dass ich eines der Wallander-Bücher gelesen habe, dabei fand ich sie immer genial. Nun endlich habe ich die Reihe fortgesetzt. Es werden auch immer wieder einige Sequenzen oder Personen aus den vorherigen Büchern genannt, so dass ich mir doch noch einmal alle Inhaltsangaben der vorherigen Bände durchgelesen habe. Dann war ich wieder auf der Spur und konnte mich ganz diesem wunderbaren Buch widmen.

Gewohnt spannend aber eben auch entspannt beschreibt Herr Mankell die Arbeit von Kommissar Wallander. Dieses Mal hat er einen ganz kniffeligen Fall vor sich, der ihm aber auch seine Grenzen aufzeigt. Es geht um die Verletzlichkeit der Geldmächte durch die Technologisierung. Wallander kennt sich mit Computern nicht aus und ist so auf Hilfe von außerhalb angewiesen.

Ich bin immer wieder begeistert, wie detailliert, ruhig, einnehmend und interessant die Wallander-Bücher sind. Ich bin jedes Mal gefesselt und genieße jede Seite. Gerade, dass es nicht nur um die wirklich gut durchdachten Kriminalfälle geht, sondern auch um die Entwicklung der einzelnen Protagonisten, macht das Geheimnis aus. Wallander verliert in diesem Band gleich zwei Freunde auf ganz unterschiedliche Weisen.

Gestört hat mich dieses Mal nur, dass man ziemlich schnell den Täter auf dem Silbertablett serviert bekommen hat und es dann „nur“ noch darum ging, wie Wallander das herausbekommt.

Bewertung: 4,5 von 5 Punkten

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