Amschel das Zigeunermädchen (Ben Witter)

Veröffentlicht 29. Februar 2016 von erlesenebuecher

Krumme Beine, Onkel & Fuchs

Appetithäppchen: Andreas hält ein Stück gebratenes Fleisch hoch. amschel reißt es ihm aus der Hand. „Was ist denn das?“ fragt die Lehrerin. „Es ist ein Stück von einem Igel“, antwortet Amschel. Dass man Igelfleisch essen kann und Füchse, das ist es, was die anderen Kinder aus Amschels Klasse nicht verstehen können. Außerdem erzählt Amschel auch noch andere merkwürdige Geschichten. Trotzdem werden Anne und Gaby Amschels Freundinnen.Sie merken bald, dass einem vieles nur deshalb so seltsam erscheint, weil man es nicht kennt.

Verfasser: Ben Witter (* 24.01.1920 in Hamburg; † 12.12.1993 in Hamburg) war ein deutscher Journalist und Schriftsteller. Als Journalist arbeitete Witter u.a. für „Die Zeit“. Besondere Aufmerksamkeit erhielten seine Prominentenportraits und Spaziergänge mit Prominenten, die auch in Buchform erschienen. Zu seiner eigentlichen Literaturproduktion gehören Gedichte, Erzählungen und Romane, aber auch Kinderbücher.

[Ravensburger Taschenbücher (1976)]

Meine Meinung: Nun habe ich das Buch zum fünften Mal gelesen und konnte mich an kaum etwas erinnern. Ich fühlte mich irgendwie völlig verloren in dem Buch. Ich konnte viele Ereignisse in dem Buch nicht wirklich einschätzen. Es reihten sich oft Dialoge an Dialoge, ohne dass zwischendurch auf irgendwelche Gefühlsregungen aufmerksam gemacht wurde, so wusste ich nie, ob etwas traurig, wütend, erfreut, ironisch oder z.B. überrascht gesagt wurde. Der Inhalt des Gesprächs half mir da auch oft nicht.  Das fand ich sehr verwirrend und nicht hilfreich.

Die Story lässt sich auch nicht so leicht wiedergeben. Amschel versucht anscheinend in der Schule klarzukommen, was schwierig ist, da viele Mitschüler Vorurteile gegenüber Zigeunern haben. Außerdem fehlt ihr ihr Vater, der weg ist, und leider muss sie auch viele traurige Dinge erleben, so wird z.B. ihr Hund einfach erschossen…

Meinem Kind hat das Buch erstaunlicherweise ganz gut gefallen, obwohl ich beim Vorlesen ständig dachte, eigentlich ist das Buch noch nichts für ihn. Aber immer wenn er mir erzählen sollte, was wir bis jetzt gelesen haben, konnte er so Vieles wiedergeben, manchmal zwar nicht den Haupthandlungsstrang, aber dann waren ihm andere Dinge aufgefallen, die auch irgendwie wichtig oder sogar schön waren.

Ich habe mich beim Vorlesen allerdings ab und an gefragt, ob man das Buch eigentlich noch vorlesen sollte, da der Begriff „Zigeuner“ nun einmal diskriminierend ist und er zum Glück ja auch im heutigen Sprachgebrauch kaum noch zu finden ist. Ich musste das Ganze meinem Kind natürlich versuchen zu erklären, wen man überhaupt als Zigeuner bezeichnete. Aber für das Buch war es eigentlich nur wichtig, dass sie in Wohnwagen in Großfamilien wohnen.

Bewertung: 1,5 von 5 Punkten

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