Wasser für die Elefanten (Sara Gruen)

Veröffentlicht 24. April 2016 von erlesenebuecher

Chapiteau, Pferdewagen & Benzinis spektakulärste Show der Welt

Appetithäppchen: Amerika 1931, die Wirtschaftskrise hat das Land fest im Griff. Da kann der junge Tierarzt Jacob Jankowski von Glück reden, als ihm ein Job beim Zirkus angeboten wird. Auch wenn es ein sehr bescheidener Zirkus ist: Nicht einmal einen Elefanten gibt es. Dafür eine wunderschöne Kunstreiterin. doch Marlena ist verheiratet mit dem wahnsinnigen Dompteur. Irgendwann findet sich doch eine, wenn auch sehr eigensinnige Elefantendame. Keiner kann mit Rosie umgehen – bis Jacob ihr Geheimnis enthüllt. Und als sich gerade alles zum Guten zu wenden scheint, nimmt eine Tragödie ihren Lauf…

Verfasserin: Die gebürtige Kanadierin Sara Gruen zog es zunächst aus beruflichen Gründen in die USA. Als sie dort den Job verlor, begann sie zu schreiben. Ihr dritter Roman, „Wasser für die Elefanten“, wurde vom Stammverlag abgelehnt, und es fand sich nur ein kleiner, unabhängiger Verlag, der das ungewöhnliche Buch publizieren wollte. „Wasser für die Elefanten“ wurde einer der größten Überraschungs-Bestseller des Jahrzehnts. Das Buch stand lange an der Spitze der Bestsellerliste und verkaufte sich allein in den USA mehr als zweieinhalb Millionen Mal. Eine große Verfilmung ist in Vorbereitung. Von den Honoraren hat Sara Gruen sich ein stattliches Anwesen kaufen können, in dem sie nun mit ihrem Mann, den drei Kindern, zwei Pferden, vier Katzen, zwei Hunden und drei Ziegen lebt.

[Rowohlt Taschenbuch Verlag (2009)]

Meine Meinung: Ich liebe Bücher, in die man richtig eintauchen kann. Man befindet sich plötzlich einer faszinierenden, fremden Welt, die man unbedingt kennen lernen will. Genauso ist es mir bei diesem Buch passiert. Es handelt von einem Wanderzirkus und spielt in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Eigentlich ein Garant für eine gute Geschichte.

Dazu kommt dann noch eine zarte Liebesgeschichte, etwas Gewalt und Drama, Freundschaften, Tiere und eine Rahmengeschichte aus der heutigen Zeit. Das alles verknüpft lässt deutlich werden, warum das Buch ein Bestseller ist. Ich war auch sehr hingerissen beim Lesen und freute mich über jede Seite.

Sehr erschreckend, aber eigentlich nicht überraschend, war die Darstellung der Behandlung der Tiere zur damaligen Zeit im Zirkus. Allerdings ging es den Arbeitern wohl meist nicht besser.

Gestört hat mich die Eindimensionalität der Protagonisten, vor allem von Jacob, der etwas dünn und nüchtern (nicht im wahrsten Sinne des Wortes) rüber kommt. Schlimmer war es noch bei Marlena, die ja immer nur keusch und erschrocken Oh-sagend mit den Wimpern klimpert. Den Film habe ich noch nicht gesehen, allerdings weiß ich, dass Robert Pattinson Jacob spielt. Leider passt der so gar nicht in mein Bild von Jacob, so dass ich wohl auch deshalb bei der Figur irritiert war.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

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