Eine kurze Geschichte der Zeit (Stephen Hawking)

Veröffentlicht 27. April 2016 von erlesenebuecher

Schwarze Löcher, Stringtheorie & Urknall

Appetithäppchen: Ist das Universum unendlich oder begrenzt? Hat die Raumzeit einen Anfang, den Urknall? Dehnt sie sich aus? Wird sie wieder in sich zusammenstürzen? Liefe die Zeit dann rückwärts? Oder hat es gar keinen Urknall gegeben? Welchen Platz im Weltall nehmen wir ein? Und ist in den atemberaubenden Modellen der Kosmologen Gott endgültig von seinem Thron verbannt? – Das sind existentielle Fragen, mit denen sich Hawking befasst, Fragen, die Forschung und Lehre in den Zentren der modernen Physik ebenso bestimmen wie die Diskussion von Philosophen und Geisteswissenschaftlern.

Verfasser: Prof. Dr. Stephen W. Hawking, 1942 geboren, Physiker und Mathematiker an der Universität Cambridge, wo ihm 1979 der Titel „Lukasischer Professor“ verliehen wurde, ein angesehenes Lehramt, das vor ihm Newton und Paul Dirac bekleideten. Zahlreiche Veröffentlichungen, vor allem wissenschaftliche Artikel und Fachbücher.

[Rowohlt Taschenbuch Verlag (2010)]

Meine Meinung: Die Mehrheit aller Mathelehrer hat Physik als zweites Fach, da die Fächer sich anscheinend so gut ergänzen. Bei mir ist es anders: Ich liebe Mathe, kann aber keine Physik und vermeide es im Job, wo es geht. Allerdings akzeptiere ich vollkommen die Wichtigkeit der Physik und ich bin fest überzeugt, dass, wenn man diese Wissenschaft versteht, sie völlig faszinierend und phänomenal ist. Aber ich stoße, wie gesagt, an meine Grenzen.

Trotzdem wollte ich diesem Buch auf jeden Fall eine Chance geben, da man es wohl mal gelesen haben sollte, um zu erfahren, was es mit unserem Universum auf sich hat. Und ich muss sagen, es ist ein tolles Buch, das viel zu bieten hat und einiges davon nehme ich sogar mit, nachdem ich es zugeschlagen habe. Naja, zumindest so ein paar Dinge, also so zwei oder drei… Es ist bei mir immer so, ich lese eine Seite und denke – wow – das ist ja großartig, interessant und habe ein wirkliches Aha-Erlebnis. Nur folgt dann leider, dass es auf der nächsten oder übernächsten Seite oder spätestens am nächsten Tag wieder weg ist und ich nicht mehr weiß, was das nochmal genau für eine Erkenntnis war, die ich da hatte.

Aber nichtsdestotrotz lässt sich feststellen, dass es ein erhellendes Buch ist, das versucht komplizierte Dinge schlicht darzustellen. Es gibt einige Bilder, die dem Leser helfen, Zusammenhänge zu verstehen. Wobei ich einige der Bilder etwas fehl am Platz fand. Oft wurden Dinge gezeigt, die völlig klar waren, wohingegen kompliziertere Dinge ohne Graphik auskommen mussten. Aber vermutlich war das anders nicht immer möglich.

Zum Glück habe ich das große Ganze des Buches eigentlich ganz gut verstanden, was aber eher daran liegt, dass ich ein treuer Star Trek- und The Big Bang Theory-Fan bin! Dadurch hat man ein solides Vorwissen und viele Dinge einfach schon mal gehört.

Bemerkenswert fand ich die Erkenntnis, dass der Zweite Hauptsatz der Thermodynamik wie Faust auf’s Auge zu unserer Wohnung passt: „Danach nimmt in jedem geschlossenen System die Unordnung oder Entropie mit der Zeit zu.“ (S. 187).

Bewertung: 3 von 5 Punkten

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