Kalte Asche (Simon Beckett)

Veröffentlicht 11. Juni 2016 von erlesenebuecher

Dochteffekt, Äußere Hebriden & Sturm

Appetithäppchen: Asche ist alles, was von ihr übrig geblieben ist. Fast alles. Als der Rechtsmediziner David Hunter die Überreste der Frau in einem verfallenen Cottage auf der schottischen Insel Runa zum ersten Mal erblickt, weiß er sofort: Dieser Tod war kein Unfall. Er will seine Erkenntnisse dem Superintendenten mitteilen, doch die Leitung bleibt tot. Ein Sturm hat die Insel von der Außenwelt abgeschnitten. Da geschieht ein weiterer Mord…

Verfasser: Simon Beckett arbeitete als Hausmeister, Lehrer und Schlagzeuger, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Als Journalist hatte er Einblick in die Polizeiarbeit; dieses Wissen verarbeitet er in seinen Romanen. Sein Thriller „Die Chemie des Todes“ war wochenlang auf Platz 1 der Taschenbuch-Bestsellerliste, der erfolgreichste Krimi-Neuzugang des Jahres 2006. Simon Beckett ist verheiratet und lebt in Sheffield.

[Rowohlt Verlag (2007)]

Meine Meinung: Ich habe das Buch geschenkt bekommen. Anscheinend ist es das zweite Buch einer Reihe rund um Dr. David Hunter, dem forensischen Anthropologen. Den ersten Teil „Die Chemie des Todes“ habe ich nicht gelesen, aber viel Gutes darüber gehört. Jedenfalls war es für das Verständnis von „Kalte Asche“ nicht vonnöten.

In diesem Buch geht es um einen mysteriösen Todesfall. Eine Frau wurde komplett verbrannt, allerdings blieben ihre Füße und eine Hand unversehrt. Wie konnte das passieren und wer war das?

Dr. Hunter soll diesen Fall untersuchen. Das Besondere ist, das es auf einer abgeschiedenen Insel stattfand. Hunter und zwei Polizisten müssen diesen Fall ganz allein übernehmen, da ein Sturm die Insel völlig von der Außenwelt abgetrennt hat. Die perfekten Bedingungen für einen spannenden Thriller!

Simon Beckett weiß den Leser zu fesseln. Man kann das Buch kaum weglegen. Ich hatte ständig neue Ideen, wer der Mörder ist und war am Ende selten so überrascht. Sehr gelungen!

Ein weiterer Pluspunkt neben der Story, dem Schreibstil, der schottischen Umgebung und der vielen interessanten Einblicke in die Arbeit eines Forensikers sind die Protagonisten und die Entwicklung ihrer Charaktere. Sie sind durchdacht, vielfältig, tiefsinnig und nachvollziehbar mit klugen Wendungen konzipiert.

Nun frage ich mich, ob ich „Die Chemie des Todes“ doch noch lesen sollte…

Bewertung: 5 von 5 Punkten

 

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