Kruso (Lutz Seiler)

Veröffentlicht 18. Juni 2016 von erlesenebuecher

ABGEBROCHEN!

Appetithäppchen: Als das Unglück geschieht, flieht Edgar Bendler aus seinem Leben. Er wird Abwäscher auf Hiddensee, jener legendenumwogten Insel, die, wie es heißt, schon außerhalb der Zeit und „jenseits der Nachrichten“ liegt. Im Abwasch des Klausners, einer Kneipe hoch über dem Meer, lernt Ed Alexander Krusowitsch kennen – Kruso. Eine schwierige, zärtliche Freundschaft beginnt. Von Kruso, dem Meister und Inselpaten, wird Ed eingeweiht in die Rituale der Saisonarbeiter und die Gesetze ihrer Nächte, in denen Ed seine sexuelle Initiation erlebt. Geheimer Motor dieser Gemeinschaft ist Krusos Utopie, die verspricht, jeden Schiffbrüchigen des Landes (und des Lebens) in drei Nächten zu den „Wurzeln der Freiheit“ zu führen. Doch der Herbst 89 erschüttert die Insel. Am Ende steht ein Kampf auf Leben und Tod – und ein Versprechen.

Verfasser: Lutz Seiler, geboren 1963 in Gera/ Thüringen, lebt in Wilhelmshorst und Stockholm. Für sein Werk wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis, dem Bremer Literaturpreis und dem Fontane-Preis.

[Suhrkamp (2014)]

Meine Meinung: Das Buch war ein Geschenk mit dem Zusatz „Mal sehen, wie du das Buch findest.“. Tja, nun kann ich sagen, ich finde es leider nicht gut!

Der Klappentext ist vielversprechend, die Idee wirklich interessant und gerade die Handlungszeit und der – ort sind so gewählt, dass ich dachte, das ist was für mich und bestimmt ein gutes Buch. Es fängt auch ganz nett an. Der Beginn im Klausner fasziniert, da die Geschehnisse interessant, aber eben auch ekelhaft sind. Die Arbeit des Protagonisten als Spüler ist doch sehr seltsam. Auch die Person Kruso weiß zu Beginn zu fesseln. Ein vielschichtiger Charakter, der anscheinend einiges zu bieten hat.

Aber dann zieht der Plot sich wie Kaugummi! Die Sprache, welche von Kritikern so gelobt wurde, war einfach nicht meins. Ich kam oft nicht richtig rein ins Geschehen. Es gab so viele Längen und wirre Passagen, dass ich Abschnitte oft doppelt lesen musste oder am Ende einer Seite gar nicht sagen konnte, was ich gerade gelesen habe.

Ziemlich schnell dachte ich, das ist hier doch vergeudete Lebenszeit, soll ich nicht lieber abbrechen? Oder doch mich weiter durchkämpfen? Vielleicht wird es noch besser, das Buch hat ja so gute Kritiken bekommen. Ich konnte aber letztlich nicht mehr. Ich habe kaum noch verstanden, was mir das Gelesene nun sagen soll. Die Geschichte wurde teilweise so abgehoben, z.B. mit dem Fuchs oder die Beziehung zu Kruso wurde auch immer fragwürdiger bzw. nicht nachvollziehbar.

Letztendlich war das Buch einfach total langweilig und ich habe auf Seite 210 (von 476 Seiten) abgebrochen.

Bewertung: 1 von 5 Punkten

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Ein Kommentar zu “Kruso (Lutz Seiler)

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