Die Glücklichen Inseln hinter dem Winde (James Krüss)

Veröffentlicht 30. Juni 2016 von erlesenebuecher

Zikade, Kraftpillen & Quagga

Appetithäppchen: Kapitän Daworin Madirankowitsch traut seinen Augen nicht: Mitten in der Adria stößt er mit seinem Dampfer „Zikade“ auf eine seltsame Inselgruppe, die nicht auf seiner Seekarte zu finden ist. Das können nur die sagenhaften Glücklichen Inseln hinter dem Winde sein! Und tatsächlich: Freudig werden Besatzung und Passagiere von den Inselbewohnern begrüßt und was sie dort erleben, lässt sie aus dem Staunen nicht mehr herausbekommen.

Verfasser: James Krüss, geboren am 31. Mai 1926 auf Helgoland, ist einer der großen Kinderbuchautoren. Er wurde berühmt durch seine Erzählungen rund um die „Hummerklippen“, die Geschichten aus „Mein Urgroßvater und ich“, „Tante Julies Haus“ und den Roman „Timm Thaler“. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen  und ist u.a. Träger des deutschen Jugendbuchpreises und der Hans-Christian-Andersen-Medaille. Er starb 1997 auf Gran Canaria.

[Carlsen Verlag (2009)]

Meine Meinung: Ach, war das schön. Ein Buch, welches mir meine Schwester in meiner Kindheit vorgelesen hat. Lange ist das her, aber an einige Dinge erinnerte ich mich noch. Vor allem daran, dass die glücklichen Inseln jeden Tag von anderen Tieren regiert werden – immer dem Alphabet folgend. Früher war ich auch mehrmals mit meinen Eltern in Schweden nur mit dem Kanu und Zelt unterwegs und wir haben dort unsere glücklichen Inseln hinter dem Winde gefunden. Das war ein ganz zauberhafter Ort. Ihr merkt schon, viele Erinnerungen und Emotionen verbinde ich mit dem Buch.

James Krüss ist ein großartiger Kinderbuchautor. Der Leser wird gemeinsam mit der Gesellschaft rund um den Kapitän Daworin zu Inseln entführt, die voller phantastischer Wunder sind. Die Tiere sprechen, man wird riesengroß, alle sind glücklich, jeder darf mal regieren…

Ein tolles Buch, welches nicht nur für Kinder ist. Eine der wichtigsten Erkenntnisse des Buches ist: Feinde sind verhinderte Freunde! Wenn das nicht etwas ist, was man gerne seinem Kind nahe bringt.

Besonders schön fand ich die Nationalbank der Glücklichen Inseln, in der gefrorenes Sonnenlicht aufbewahrt wird. Dazu gibt es z.B. folgende Erklärung: „Herbst-Sonnenlicht hilft gegen Eitelkeit, Kopfschmerzen, Aufregung und böse Gedanken.“ (S. 118). Oder das Frühlings-Sonnenlicht: „Es hilft bei verschiedenen Krankheiten. Es heilt Liebeskummer, Blutkrankheiten, Magenbeschwerden und Pusteln. […] Aber man darf nicht zu viel nehmen. Sonst werden die Blumen übermütig […].“ (S. 117). Ist das nicht schön? Ach, das ist so eine feine Lektüre. Kann ich nur empfehlen!

Bewertung: 5 von 5 Punkten

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