Schande (J. M. Coetzee)

Veröffentlicht 15. Juli 2016 von erlesenebuecher

Hunde, Farm & Byron

Appetithäppchen: Ein weißer südafrikanischer Literaturprofessor fällt wegen einer Affäre mit einer Studentin in Ungnade und muss seine Universitätskarriere beenden. Er zieht sich auf die Farm seiner allein lebenden Tochter zurück und wird dort Zeuge eines Albtraums der Gewalt. Coetzees faszinierend kompromissloser Roman spielt in der Post-Ära der Apartheid und ist die Geschichte einer Lebenskrise, einer Bewusstwerdung und einer Neuorientierung.

Verfasser: J. M. Coetzee, der 1940 in Kapstadt geboren wurde und von 1972 bis 2002 als Literaturprofessor in seiner Heimatstadt lehrte, gehört zu den bedeutendsten Autoren der Gegenwart. Er wurde für seine Romane und sein umfangreiches essayistisches Werk mit vielen internationalen Preisen ausgezeichnet, u.a. gleich zweimal mit dem Booker Prize, 1983 für „Leben und Zeit des Michael K.“ und 1999 für „Schande“. 2003 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. Coetzee lebt seit 2002 in Adelaide, Australien.

[S. Fischer Verlag (2000)]

Meine Meinung: Was hat mir an dem Buch am besten gefallen? Da muss ich nicht lange nachdenken. Eindeutig das Nachwort von Urs Jenny! Dieser erklärt, warum das Buch weltweit ein Bestseller nur nicht im Heimatland des Autors ist, dem Ort der Handlung, in Südafrika. Das ist interessant und verdeutlicht die Aussageabsicht des Buches.

Vor allem erkannte ich, warum ich ansonsten mit dem Buch so wenig anfangen konnte. Es ist mal wieder Kafka. Ich werde von dem verfolgt. Coetzee hat anscheinend einen Narren an ihm gefressen und somit erinnert sein Buch an ihn.

Was lässt sich ansonsten über das Buch sagen? Es hat kurze lichte Momente, in denen die äußere Handlung zeitweise mein Leserherz berührt. Dann folgt aber wieder viel Dunkelheit, wo ich mich fragte, was das Ganze soll. Ich mochte die Protagonisten nicht. Ihre Einstellung, ihre Handlungen und selbst ihre Gedankengänge waren für mich nicht nachvollziehbar.

Vor allem diese ganze Opernsache über Byron nervte mich. Garantiert hat sie natürlich auch einen tieferen Sinn, der mir (wahrscheinlich zu schlichtem Geist) verschlossen blieb und mich eigentlich auch gar nicht interessierte.

Bewertung: 2 von 5 Punkten

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