Der kleine Ritter Trenk (Kirsten Boie)

Veröffentlicht 25. August 2016 von erlesenebuecher

Leibeigen, Erbsen & Ferkelmagier

Appetithäppchen: Leibeigen geboren, leibeigen gestorben, leibeigen ein Leben lang – ja, so heißt es wohl! Aber ist es nicht schrecklich ungerecht, dass alle Bauern ihrem Ritter gehören und kein bisschen sich selbst? Das findet jedenfalls der Bauernjunge Trenk. Er will es einmal besser haben als sein Vater, der schon wieder auf der Burg Schläge bekommen soll. Und so bricht Trenk mit seinem Ferkelchen am Strick auf in die Stadt, um dort sein Glück zu machen. Doch so einfach, wie Trenk sich das vorgestellt hat, ist es nicht mit dem Glück – gut, dass er auf seinem Weg immer wieder Freunde findet, die ihm weiterhelfen. Und wer hätte gedacht, dass der kleine Ritter Trenk vom Tausendschlag schließlich sogar gegen den gefährlichen Drachen ins Feld ziehen wird?

Verfasserin: Kirsten Boie, 1950 in Hamburg geboren, studierte Deutsch und Englisch, promovierte in Literaturwissenschaft und war als Lehrerin tätig. Heute ist sie eine der renommiertesten deutschen Kinder- und Jugendbuchautorinnen, vielfach national und international ausgezeichnet und u.a. für den Deutschen Jugendliteraturpreis sowie bereits dreimal für den Hans-Christian-Andersen-Preis, die hächste internationale Auszeichnung auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur, nominiert. Ihr Gesamtwerk besticht durch „literarische Qualität und eine beispiellose Vielseitigkeit“ (JuLit).

[Verlag Friedrich Oetinger (2006)]

Meine Meinung: „Der kleine Ritter Trenk“ ist ein sehr schönes Kinderbuch. Es ist gerade für kleine große Jungs spannend und voller toller und schlauer Ideen. Vor allem die Geschichte rund um die Gaukler und Ferkelmagier ist prima und wurde von meinem Sohn und mir ordentlich diskutiert.

Großartig ist auch, dass der junge Leser bzw. Zuhörer einiges aus der Zeit der Ritter lernt z.B. was es bedeutet ein Leibeigener zu sein. Das ist für viele kaum vorstellbar. Umso wichtiger wird es den Kindern dann deutlich zu machen, welch großes Geschenk die Freiheit ist.

Ebenfalls wird in dem Buch sehr deutlich gemacht, dass Mädchen mindestens genauso mutig und wild sein können. Durch Thekla ist „Der kleine Ritter Trenk“ also natürlich auch auf die weibliche Zielgruppe ausgerichtet.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Der junge Leser oder Zuhörer wird oft direkt angesprochen, so wird man in das Geschehen mit hineingenommen und kann sich alles besser vorstellen. Aufregend ist auch, dass es einige Geheimnisse gibt, die nur der Leser weiß. Dass ist vor allem beim Vorlesen super, da mein Kind oft schon sagte, wie es eigentlich ist.

Insgesamt lässt sich sagen, dass Trenk ein toller Junge ist und „Der kleine Ritter Trenk“ ein tolles Buch.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

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