Bei den Nootka-Indianern (Michael Hyde)

Veröffentlicht 6. November 2016 von erlesenebuecher

Brigg, Walfang & Empfehlungsbrief

Appetithäppchen: „Ich will keinen Ärger mit den Indianern!“ hatte Kapitän Salter seiner Mannschaft bei der Ankunft im Nootka-Sund eingeschärft. Doch was dann geschah, hatte der Kapitän nicht voraussehen können. In seinem Tagebuch erzählt der Schiffsschmied John Jewitt von seinen Erlebnissen als Gefangener der Nootka-Indianer. Zwei Jahre lebte er mit dem alten Segelmacher Thompson in ihren Sommerlagern und Winterdörfern. Er schmiedete Waffen für sie, ging mit ihnen auf Walfang, erfuhr von ihren geheimnisvollen Stammeszeremonien und gewann sogar Freunde unter ihnen. Eine spannende Geschichte, die sich zu Anfang des vorletzten Jahrhunderts wirklich ereignet hat.

Verfasser: Michael Hyde war als Lehrer tätig. Ein einjähriger Aufenthalt in den USA erweckte sein altes Interesse für Walfang und Seeotterhandel und regte ihn zu diesem Buch an. Er lebt in Yorkshire/England.

[Rowohlt Taschenbuch Verlag (1974)]

Meine Meinung: Bei uns gibt es mehrere öffentliche Bücherschränke und aus so einem habe ich dieses alte Jugendbuch mitgenommen. Obwohl ich meinen SuB immer schonen möchte, musste das Buch mit. Es hat mich nicht nur überzeugt, weil es von Indianern handelt, sondern vor allem da es nach Originaltagebüchern aus dem vorletzten Jahrhundert geschrieben wurde. Das hat mich neugierig gemacht.

Und genau das ist eigentlich auch der große Pluspunkt des ganzen Buches. Der Schreibstil ist ein wenig gewöhnungsbedürftig und altmodisch. Die Geschichte ist zwar auch spannend, aber teilweise vorhersehbar. Allerdings ist das Geschehene natürlich auch unfassbar und sehr interessant. Ich habe die Geschichten rund um Kapitän Cook geliebt, vor allem die Serie „Wind und Sterne“ und das entsprechende Buch dazu habe ich verschlungen. Nun spielt dieses Buch an derselben Küste und vieles erkennt man wieder, aber anderes ist wieder neu. Faszinierend wie andere Völker vor etlichen Jahrzehnten lebten.

Seltsam finde ich, dass es als Jugend- oder sogar als Kinderbuch gekennzeichnet ist, für Kinder ab 9 Jahre. Das finde ich nicht passend. Gleich zu Beginn wird fast die gesamte Mannschaft abgeschlachtet. Und der Schreibstil ist auch nicht gerade einladend für Kinder, aber es ist ein Buch aus den 70ern. Anscheinend wurde es damals anders gesehen.

Bewertung: 3 von 5 Punkten

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