Harry Potter und der Halbblutprinz (Joanne K. Rowling)

Veröffentlicht 18. November 2016 von erlesenebuecher

Zaubertränke, Minimuffs & Horkruxe

Appetithäppchen: Seit Voldemort, der gefährlichste schwarze Magier aller Zeiten, zurückgekehrt ist, herrschen Aufruhr und Gewalt in der magischen Welt. Als Harry Potter und seine Freunde Ron und Hermine zu ihrem sechsten Schuljahr nach Hogwarts kommen, gelten strengste Sicherheitsmaßnahmen in der Zaubererschule. Dumbledore will seine Schützlinge vor dme Zugriff des Bösen bewahren. Um Harry zu wappnen, erforscht er mit ihm die Geschichte des Dunklen Lords. Ob auch Harry Zaubertrankbuch, das früher einem „Halbblutprinzen“ gehörte, ihm helfen kann? Nur ein Detail fehlt, das Harry finden muss, dann liegt das Geheimnis um Voldemort offen. Dumbledore führt ihn, doch im alles entscheidenden Moment ist der Halbblutprinz zur Stelle und zeigt sein wahres Gesicht.

Verfasserin: J.K. Rowlings Harry-Potter-Romane haben weltweit Rekorde gebrochen. Sie wurden in 79 Sprachen übersetzt, über 450 Millionen Mal verkauft, sind vielfach ausgezeichnet worden und haben auch im Kino Fans auf der ganzen Welt begeistert. Es gibt drei Begleitbände zur Serie, die J.K. Rowling für wohltätige Zwecke geschrieben hat: „Quidditch im Wandel der Zeiten“, „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ und „Die Märchen von Beedle dem Barden“. J.K. Rowling hat außerdem das Drehbuch zu dem Film „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ verfasst sowie bei der Entwicklung des Theaterstücks „Harry Potter and the Cursed Child Parts One and Two“, das im Sommer 2016 in London Premiere feierte, mitgewirkt. 2012 gründete sie Pottermore, ein Online-Portal, auf dem Fans noch tiefer in ihre magische Welt eintauchen können. J.K. Rowling erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den britischen Ritterorden Order of the British Empire und den Hans Christian Andersen Preis.

[Carlsen Verlag (2005)]

Meine Meinung: Vorsicht, natürlich ist diese Rezension voller Spoiler!

Der sechste Harry Potter-Band ist eindeutig neben „Harry Potter und der Feuerkelch“ einer meiner Lieblingsteile. Ich habe auch beim fünften Mal Lesen alle erdenklichen Emotionen durchgemacht. Noch immer trauere ich Dumbledore nach und bin zutiefst schockiert, noch immer freue ich mich so sehr, dass Harry und Ginny und vor allem Ron und Hermine sich näher kamen, noch immer bin ich peinlich berührt, wenn Lavender um Won-Won rumscharwenzelt, noch immer bin ich völlig fasziniert von den verschiedenen Zaubertränken und dem Buch des Halbblutprinzen, noch immer bin ich von Voldemorts Vergangenheit gefesselt, noch immer sehne ich mich nach der Winkelgasse und will unbedingt zu „Weasleys Zauberhafte Zauberscherze“ und noch immer muss ich so lachen, wenn ich mir vorstelle, dass Ron einen Minimuff tätowiert haben soll. Es war – wie immer – eine köstliche, wundervolle Reise durch dieses Buch!

Was würde ich dafür geben, diese Bücher noch einmal zum ersten Mal zu lesen.

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Es gibt so viele schöne Dinge, die gesagt werden können. Natürlich wiederhole ich mich: der Schreibstil ist unglaublich fesselnd, schön und süchtigmachend, wie auch die ganze Zauberwelt rund um London und Hogwarts. Die Charaktere und ihre Entwicklung ist so vielschichtig und nachvollziehbar. Auch die neuen Charaktere wie Slughorn oder Scrimgeour sind brilliant ausgeleuchtet. Hermine, meine seit dieser Leserunde eindeutige, Lieblingsprotagonistin ist weiterhin weise, klug, treu, lustig und emotional. Malfoys Entwicklung ist ebenfalls bemerkenswert. Er ist nicht mehr nur böse, er ist verletzlich, zwischen den Fronten und eigentlich nur ein Jugendlicher, der sich selbst sucht. Voldemort lernt man von einer neuen Seite kennen und die Geschichte hinter seiner Transformation.

Aber allen voran erreicht Snape einen neuen Höhepunkt der Bösartigkeit in diesem Buch. Man spürt förmlich auf den Seiten den Hass und die Abneigung, welche Harry gegen Snape verspürt und kann es so gut nachvollziehen (in dem Moment). Allerdings mit dem Wissen des zukünftigen Bandes ist das Gefühl ein ganz anderes…

Besonders herausragend fand ich an dem Buch aber immer noch zum einen den Zaubertrankunterricht. Das hat mir solchen Spaß gemacht, Harry mit dem Buch des Halbblutprinzen zu erleben. Wie er durch ein paar Änderungen des Rezeptes solche Erfolge feiern konnte. Die verschiedenen Tränke, Zutaten und Zubereitungsarten erstaunen mich immer wieder. Zum anderen ist die Sequenz, in der Harry den Felix Felicis, genial. Welch eine Idee, welch ein Plot. Und als letztes muss ich einfach noch einmal die Liebelei rund um Ron, Lavender und Hermine erwähnen. Obwohl ich aus der Zielgruppe raus bin, habe ich solch einen Spaß an dieser Personenkonstellation.

Einige kleine Dinge fielen mir auch bei diesem Band wieder auf:

  • Immer mehr Personen wissen von Harrys phänomenalem Tarnumhang, der ja anscheinend besser ist als andere (übliche) Tarnumhänge. Wieso kommt er damit dann aber immer noch durch? Und wieso klaut ihm Malfoy diesen nicht im Zug? Der würde ihm doch total nützlich sein.
  • Was ich immer noch nicht verstehe… das hätte ich mir so sehr gewünscht… ist, warum am Ende Dumbledores Porträt im Schulleiterbüro keine größere Rolle spielt. Hier hätte Harry doch weiterhin einen Ratgeber, Mentor, Leitfaden… Ich dachte schon beim ersten Lesen, das müsste doch klar sein und kommt gleich auf der nächsten Seite… leider nein.
  • Fred und George spielten in diesem Band eine zu kleine Rolle.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Hier geht es zum 5. Teil

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