Gefährliches Strandgut (Barbara Veit)

Veröffentlicht 13. Dezember 2016 von erlesenebuecher

Tonne, Brennstäbe & Strandflieder

Appetithäppchen: <„Du versteckst doch was! Gib die Proben her!“ hörte Carla einen Mann drohend sagen. Dann folgten klatschende Schläge und ein Aufschrei. Carla sprang in die winzige Schiffskabine. „Lassen Sie das Mädchen los!“ Carla handelte, ohne nachzudenken.> Umweltkommissarin Carla Baran und ihr Kollege Philip Sternberg suchen fieberhaft nach der Herkunft einer Tonne, die radioaktiven Abfall und ein furchtbares Geheimnis enthält. Mit Hilfe der Umweltorganisation Greenpeace verfolgen sie die Spur bis nach Belgien…

Verfasserin: Barbara Veit, geb. 1947 in München, wuchs in Wiesbaden und Hamburg auf und kehrt nach dem Abitur nach München zurück, wo sie auch später noch lebte. Sie studierte Zeitungs- und Politikwissenschaft sowie Kunstgeschichte und arbeitete als freie Journalistin und Autorin. Später lebte sie teilweise in Australien. Veit starb im Juli 2016.

[Ravensburger Taschenbuch (1990)]

Meine Meinung: Dieses Buch musste ich aus einem Bücherschrank mitnehmen, da ich wusste, dass es mir früher gefallen hätte. Als Kind bzw. Jugendliche war ich totaler Greenpeace-Fan. Natürlich mag ich die Organisation immer noch und finde sie total wichtig. Aber damals war mein größter Wunsch da auch mitzuarbeiten und mich mit einem Boot zwischen die Walfänger und die Tiere zu stellen oder die Robbenjäger zu überwältigen und die Heuler mit Farbe einzusprühen. Das waren meine Ideale und dafür wollte ich kämpfen. In diesem Buch geht es also um Greenpeace und es spielt auch noch u.a. in Hamburg, da muss es ja gut sein…

Tja, nun nach dem Lesen kann ich sagen: ging so. Es war in Ordnung und nicht doof. Aber eben auch nicht super. Die Thematik ist klasse, wichtig und auf keinen Fall veraltet. Atommüll ist ein Problem und Firmen, die sich nicht an die Richtlinien halten, gibt es leider immer noch mehr als genug. Es wundert mich auch, dass es heutzutage – gerade in der Jugendbuchliteratur – nicht mehr so Thema ist wie früher. Vielleicht hat man sich damit abgefunden oder, wie man auch so oft hört, ist die Jugend abgestumpfter und empört sich nicht mehr so sehr.

Jedenfalls ist die Thematik in dem Buch eben gut, aber die Umsetzung gefiel mir nicht. Es gibt diese Nebenstory mit den beiden Polizisten, die dann ja auch nach Frankreich reisen müssen. Viele Probleme – politische, zwischenmenschliche, gesellschaftliche – werden angedeutet, aber nicht ausgeführt. Das störte mich und die Lösung am Ende fiel mir zu sehr aus den Wolken. Aber es ist eben auch nur ein kurzes Büchlein.

Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

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