Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Joanne K. Rowling)

Veröffentlicht 31. Dezember 2016 von erlesenebuecher

Apparieren, Gringrotts & Katzenjammer

Appetithäppchen: An eine Rückkehr nach Hogwarts ist für Harry nicht zu denken. Er muss alles daransetzen, die fehlenden Horkruxe zu finden, um zu vollenden, was Dumbledore und er begonnen haben. Erst wenn sie zerstört sind, kann Voldemorts Schreckensherrschaft vergehen. Mit Ron und Hermine an seiner Seite und einem magischen Zelt im Gepäck begibt sich Harry auf eine gefährliche Reise, quer durch das ganze Land. Als die drei auf die rätselhaften Heiligtümer des Todes stoßen, muss Harry sich entscheiden. Soll er dieser Spur folgen? Doch er ahnt schon jetzt: Welche Wahl er auch trifft – am Ende des Weges wird der Dunkle Lord auf ihn warten …

Verfasserin: J.K. Rowlings Harry-Potter-Romane haben weltweit Rekorde gebrochen. Sie wurden in 79 Sprachen übersetzt, über 450 Millionen Mal verkauft, sind vielfach ausgezeichnet worden und haben auch im Kino Fans auf der ganzen Welt begeistert. Es gibt drei Begleitbände zur Serie, die J.K. Rowling für wohltätige Zwecke geschrieben hat: „Quidditch im Wandel der Zeiten“, „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ und „Die Märchen von Beedle dem Barden“. J.K. Rowling hat außerdem das Drehbuch zu dem Film „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ verfasst sowie bei der Entwicklung des Theaterstücks „Harry Potter and the Cursed Child Parts One and Two“, das im Sommer 2016 in London Premiere feierte, mitgewirkt. 2012 gründete sie Pottermore, ein Online-Portal, auf dem Fans noch tiefer in ihre magische Welt eintauchen können. J.K. Rowling erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den britischen Ritterorden Order of the British Empire und den Hans Christian Andersen Preis.

[Carlsen (2007)]

Meine Meinung: Es ist vollbracht. Der letzte Band der Harry Potter-Reihe. Naja, natürlich ist nun Band 8 erschienen, aber der spielt viel später und die ersten sieben Bände gehören eng zusammen. Zumindest ist die Zeit von Harry in Hogwarts vorbei. Dieser Band war immer einer von denen, die ich nicht so gerne mag. Also natürlich ist der super und bekommt volle Punktzahl, aber im Vergleich zu den anderen fand ich diesen schwächer, was vor allem damit zusammen hängt, dass er so wenig in Hogwarts spielt und ich die Zeit, in der sich Harry, Hermine und Ron im Grimmauldplatz und später in den Wäldern aufhalten, als sehr zäh und langatmig empfand. Allerdings ist die Geschichte weiterhin großartig und insgesamt ein würdiges Finale.

Die langen Szenen in den Wäldern wurden zum Glück von aufregenden Momenten unterbrochen, z.B. als Harry und Hermine in Godric Hollow waren oder später natürlich der Einbruch bei Gringrotts. Das fand ich super spannend und unterhaltsam. Auch die Entwicklung von Kreacher hat mir Spaß gemacht. Aber am besten fand ich die Drei im Ministerium. Das war toll und wieder mal sehr lustig, als Ron in verzwickte Wetterzaubereien und Familienkonstellationen reingezogen wurde. Was für grandiose Ideen.

Es wurde aber auch noch finsterer, böser und abgründiger in diesem Teil. Der dunkle Lord tritt immer mehr an die Öffentlichkeit und mit ihm die Todesser, die muggelstämmige Zauberer verfolgen und vernichten wollen…

Allerdings müssen Harry, Ron und Hermine ihren eigenen Kampf führen, um Voldemort letztendlich zu vernichten. Die Horkruxe müssen gefunden werden. Nebenbei kommen aber die Heiligtümer immer mehr ins Spiel und führen Harry in Versuchung, die Suche nach den Horkurxen in den Hintergrund zu stellen. Da ist der Besuch bei Xenophilius Lovegood ebenso interessant, abgefahren wie aber auch traurig und dramatisch. Luna bekommt in meinen Augen als Protagonistin immer mehr Oberwasser, welch toller Charakter! Wie aber eben auch so viele andere. Gerade Neville darf und kann man nicht vergessen. Einer der beiden Momente, wo ich – auch beim viertem Mal Lesen – mit den Tränen kämpfen musste, war als Neville erzählt, wie stolz seine Großmutter nun auf ihn ist, da er sich dem aktiven Widerstand angeschlossen hat.

Etwas irritiert bin ich auch beim mehrmaligen Lesen immer noch, warum diese ganze Geschichte rund um Dumbledore sein musste. War es nur um zu verdeutlich, wie viel toller Harry eben ist, dass er nicht der Versuchung der Heiligtümer erliegt, oder, nachdem ich den Film „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ gesehen habe und erfahren habe, dass noch etliche Filme folgen sollen, frage ich mich, ob Frau Rowling das schon im Hinterkopf hatte, was sich da noch als Stoff alles anbieten würde. Welch kreativer Kopf! Ich mochte die Geschichte rund um Dumbledores Vergangenheit, seinen Bruder und seine Schwester allerdings nicht so sehr.

Ach, ich könnte noch so viel schreiben, über all die Opfer denen ich so hintertrauere. Wie kann man einen der Zwillinge gehen lassen? Wieso muss Teddy Lupin ein ähnliches Schicksal wie Harry erleben?… Außerdem beeindruckt mich zutiefst die Darstellung und Konzeption der ganzen Figur Draco Malfoy. Was für ein toller Bösewicht, der aber eben so vielschichtig und auch gut ist…. Die ganze Geschichte rund um die Zauberstäbe fand ich beeindruckend! Vor allem mit dem Elderstab und wem der nun letztendlich gehörte. Super….

Der größte Held in diesem Band ist aber und das wird bei jedem Leser immer stärker! Severus Snape! Ganz ganz ganz großes Kino! Wirklich phänomenal! Welch eine Wende, welch ein Held. Beim ersten Lesen war es eine richtige Überraschung und auch beim neuen Lesen mochte ich Snape in den vorherigen Teilen immer noch nicht, um ihm jetzt aber wieder zu erliegen. Ich konnte die Tränen nur schwer zurückhalten, als Dumbledore fragte, nachdem er Snapes Patronus gesehen hat: „Nach all den Jahren?“ Und er sagte: „Immer!“. Aaaaaccchhhhhh! Das ist Liebe! Seufz!

  • Eine einzige Anmerkung habe ich: Die ganze Zeit wurde der Tarnumhang von Harry so gelobt und anscheinend ja zurecht, da er eines der Heiligtümer ist. Aber wenn er doch so perfekt ist, warum konnte Mad-Eye bzw. Barty Crouch ihn mit dem magischen Auge darunter sehen, als Harry in die Trickstufe geraten ist und vor Snape nachts geflohen ist? Es hieß kein Zauber oder Fluch kann die Tarnung brechen, warum dann ein magisches Auge? Außerdem verstehe ich immer noch nicht, wie schon beim letzten Band erwähnt, warum ihm keiner der Gegenseite den Tarnumhang entwendet hat. Möglichkeiten gab es ja genug.

Ich jedenfalls freue mich jetzt unglaublich auf das 8. Buch und bin froh, dass ich gewartet habe und alle sieben Bände noch einmal auf mich genommen habe.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

Hier geht es zum 6. Teil

Hier geht es zum 8. Teil

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