Hollys Weihnachtszauber (Trisha Ashley)

Veröffentlicht 31. Dezember 2016 von erlesenebuecher

Nesquick, Pferdestatuen & Haushüten

Appetithäppchen: Zur Weihnachtszeit zieht sich die junge Witwe Holly Brown am liebsten zurück. So kommt es der begabten Köchin gerade recht, als sie gebeten wird, auf ein Herrenhaus in einem winzigen Dorf in Lancashire aufzupassen. Dort gilt es nicht nur, das imposante  Anwesen zu hüten, sondern auch noch ein in die Jahre gekommenes Pferd, eine Ziege und einen altersschwachen Hund. Doch dann kehrt der äußerst attraktive, aber schrecklich unfreundliche Hausherr Jude Martland überraschend nach Hause zurück. Als auch noch das Dorf durch einen Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten wird, müssen Holy und Jude wohl oder übel Weihnachten miteinander verbringen…

Verfasserin: Trisha Ashley wurde in St. Helens, Lancashire, geboren. Als sie mit dem Schreiben anfing, musste sie sich noch mit allerlei Nebenjobs über Wasser halten: Sie war unter anderem als Klempnerin, Glasarchitektin und Porträtistin tätig. Inzwischen findet man ihre romantischen Komödien regelmäßig auf den Bestsellerlisten. Trisha Ashley liebt Schokolade und das Gärtnern und lebt heute im Norden von Wales.

[Goldmann (2010)]

Meine Meinung: Vor einigen Jahren habe ich begonnen immer zur Weihnachtszeit mindestens ein Weinhachtsbuch zu lesen. Dieses Jahr also dieses hier. Es hat gute Bewertungen bekommen und mir gefiel auch der Klappentext sehr gut. Insgesamt wurde ich auch nicht enttäuscht. Es gibt aber einige „Aber“s.

Es geht um Holly Brown, eine Witwe, die im Sommer für große Gesellschaften kocht und im Winter Häuser hütet. Sie ist sehr patent und tüchtig! Verstanden? Patent und tüchtig! Falls man das vergisst, wird es einem auf fast jeder Doppelseite nochmal ins Gedächtnis gerufen. Und das war es auch, was mich am meisten genervt hat. Ja, sie kann alles, ja, sie macht alles, ja, alle wundern sich, wie patent und tüchtig Holly doch ist. Ständig wird erwähnt, dass sie nebenbei noch die und die Kekse gebacken, den Braten vorbereitet und gleichzeitig Geschenke für alle besorgt hat. Alle anderen sind dann erstaunt: Oh, guckt mal, was Holly schon alles gemacht hat. Das nervte und diese Widerholungen setzten sich leider in dem Buch fort. Es wurde zu Beginn immer wieder betont, dass Holly nicht Weihnachten feiern wollte und sie keine Gesellschaft zum Fest wünscht. Aber dann kam es natürlich anders…

Das erste Drittel des Buches ist dadurch eher schwach. Allerdings gewinnt es eindeutig an Fahrt als der Hausherr zu der Gesellschaft dazu stößt. Nun kommt die richtige Weihnachtsstimmung für das Buch auf und es wird spannend und unterhaltsam. Es ist ja auch eine altbewährte gute Idee: Menschen sind eingeschneit oder irgendwie anders von der Außenwelt abekapselt und nun muss diese Menge aus unterschiedlichsten Charakteren irgendwie klar kommen.

Nebenbei liest Holly die Kriegs-Tagebücher ihrer Oma, die plötzlich auch mit der Gegenwart zu tun haben. Das ist eine interessante Nebengeschichte. Wirklich nett ist auch die Liebesgeschichte, mal etwas anders und sehr unaufdringlich. Also hatte es insgesamt ein versöhnliches Ende, so dass ich mit meiner diesjährigen Weihnachtslektüre zufrieden bin.

Bewertung: 4 von 5 Punkten

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