Eine Reihe betrüblicher Ereignisse 1 – Der schreckliche Anfang (Lemony Snicket)

Veröffentlicht 31. März 2017 von erlesenebuecher

Wurfanker, Waisen & Die himmlische Hochzeit

Appetithäppchen: Lemony Snicket berichtet wahrheitsgetreu vom Schicksal der bemitleidenswerten Geschwister Violet (14), Klaus (12) und Sunny (Baby) Baudelaire. Die drei Waisenkinder sind zwar klug, charmant und einfallsreich, und sie sehen reizend aus, aber das nützt ihnen leider gar nichts. Eine Reihe betrüblicher Ereignisse nimmt ihren Lauf… Das erste Buch berichtet davon, wie die Waisenkinder mit einem widerwärtigen Bösewicht, hässlicher, kratzender Kleidung, einem schrecklichen Feuer und klumpigem Haferbrei zum Frühstück fertig werden müssen.

Verfasser: Lemony Snicket wurde in einem kleinen Ort geboren, in einem Landstrich, der heute unter Wasser steht. Seine Kindheit verbrachte er in der Snicket-Villa, die damals recht schön war, zwischenzeitlich als Fabrik, Festung und Apotheke diente und jetzt irgendjemand anderem gehört. Heute lebt Lemony Snicket in der Stadt. In seiner Freizeit sucht er die Orte auf, an denen auch die Baudelaire-Kinder sich aufzuhalten gezwungen waren, um möglichst wahrheitsgetreu über ihr Schicksal zu berichten.

[cbj (2000)]

Meine Meinung: Vor etlichen Jahren habe ich dieses Buch einmal gelesen. Es ist der Beginn einer dreizehnbändigen Reihe, die mir empfohlen wurde. Und als der Film mit Jim Carrey zu den ersten drei Bänden herauskam, dachte ich, ich muss diese Reihe lesen. Tja, da mich das erste Buch damals so gar nicht überzeugte, ich aber das zweite schon erworben habe, blieb das ganze Vorhaben in den Kinderschuhen stecken. Nun ist es aufgrund meiner SuB-Leichen Challenge soweit, dass ich den zweiten Band lesen muss. Damit ich aber überhaupt rein komme, musste es dieses Buch noch einmal sein.

Die drei Geschwister Violet, Klaus und Sunny haben gerade auf tragische Weise ihre Eltern verloren und müssen zu dem schrecklichen Verwandten Graf Olaf ziehen, der es nur auf ihr Vermögen abgesehen hat. Das soll ihnen ausgezahlt werden, wenn Violet achtzehn wird. Aber Graf Olaf hat eine abscheuliche Idee, um früher an das Geld zu kommen…

Ein Markenzeichen der gesamten Reihe ist, dass der Autor immer wieder betont, wie schrecklich die ganze Geschichte ist und wenn man zartbesaitet ist oder auf Happy Ends steht, soll man das Buch schnellstmöglich weglegen. Anscheinend macht diese insgesamte überspitzte Absurdität und Grausamkeit der skurrilen Geschichte für viele Fans den Reiz aus. Für mich leider nicht.

Ich mag die drei Kinder, die sind wirklich schön charakterisiert und sehr speziell, aber die angebliche Faszination dieser Bücher oder besser dieses ersten Buches hat mich nicht erreicht. Graf Olaf ist ätzend, aber nicht spannend oder vielschichtig. Er ist einfach plakativ gemein. Der Plot ist nicht besonders einfallsreich und ohne besondere Wendungen.

Insgesamt fand ich das Buch jetzt beim zweiten Lesen etwas besser als vor ein paar Jahren und werde das zweite auch lesen. Aber dann muss ich genau überlegen, ob ich mir wirklich alle dreizehn Bücher vornehme.

Bewertung: 2,5 von 5 Punkte

Hier geht es zum 2. Teil

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