[Rezension] Der Weitseher (Robin Hobb)

Veröffentlicht 20. September 2017 von erlesenebuecher

Giftmischer, Rote Kosaren & Bastard

Appetithäppchen: Als der junge Fitz Chivalric an den Hof gebracht wird, wartet ein schweres Schicksal auf ihn: Er ist der Bastardsohn des Kronprinzen. Seine bloße Existenz ist ein Skandal und seine verborgene Gabe der Weitsicht vielen ein Dorn im Auge. Einzig der alte König erkennt seine wahren Fähigkeiten – und macht Fitz zu seinem Werkzeug. Denn das Königreich der sechs Provinzen ist in großer Gefahr, und nur die magischen Weitseher können dem Verderben trotzen…

Verfasserin: Robin Hobb, 1952 in Berkeley, Kalifornien geboren, war bereits als Autorin ernster Literatur bekannt, als sie mit „Der Weitseher“ ihr Fantasy-Debüt feierte und einen beispiellosen internationalen Siegeszug antrat. Seitdem ist sie aus der phantastischen Literatur nicht mehr wegzudenken und wird mit Ursula K. Le Guin und George R. R. Martin in einem Atemzug genannt. Robin Hobb lebt heute in Tacoma, Washington.

[Wilhelm Heyne Verlag (2009)]

Meine Meinung: Da ich Fantasy-Romane und historische Bücher liebe, war dieses genau das richtige für mich. Es ist eine gute Mischung aus beidem. Man bekommt einige Fantasyelemente, allerdings bleibt es im Rahmen. Es kommen keine Drachen, Zwerge, Orks oder Elfen vor. Allerdings gibt es eine solide, wirklich gute Geschichte mit einem herausragenden Protagonisten. Der Leser begleitet den Bastard Fitz Chivalric durch seine Kindheit. Er wird von der Familie seiner Mutter am Königshof abgegeben, da der Kronprinz sein Vater ist. Als Stallbursche am Hof entdeckt er eine besondere Fähigkeit. Er kann mit Tieren eine geistige Verbindung aufbauen, vor allem zu Hunden. Jedoch nicht allen gefällt diese Eigenart…

Später wird er heimlich zum Giftmischer und Assassine des Königs ausgebildet. Er lernt viel von dem alten Chade und bekommt die ersten Aufträge. Sein Vater verlässt den Hof und verzichtet auf den Thron ohne seinen Sohn vorher zu treffen. Auf Fitz wartet jedoch die Ausbildung zum Weitseher. Eine sagenumwobene Gabe, die nur Auserwählten vorbehalten ist. Sein Lehrer entpuppt sich allerdings als böser Gegner, so dass Fitz einige Schwierigkeiten hat. Dann bekommt er einen großen Auftrag. Die Braut des neuen Kronprinzen soll aus dem Bergreich abgeholt werden. Kann Fitz den Gefahren trotzen, die auf ihn warten?

Ich habe es wirklich genossen dieses Buch zu lesen, da es eine Wohltat war. Es ist schön geschrieben, die Geschichte ist spannend und die Charaktere machen Spaß, da sie vielschichtig sind, ans Herz wachsen und sich prächtig entwickeln. Es ist interessant zu sehen, dass so ein dickes Buch auch ohne Drachen, ewigen Schlachten und mehreren Handlungssträngen funktioniert (wobei gegen all dies nichts einzuwenden ist).

Gerade die letzten Episoden rund um das Bergreich nahmen nochmal an Fahrt auf, wobei es dann auch etwas holperig wurde mit den vielen Angriffen und etwas seltsamen Wendungen. Aber die Geschichte rund um Fitz wird ja fortgesetzt und da bin ich gern dabei.

Bewertung: 5 von 5 Punkten

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