Ronja Räubertochter (Astrid Lindgren)

Veröffentlicht 12. Oktober 2017 von erlesenebuecher

Wolfslied, Donnerdrummel & Rumpelwichte

Appetithäppchen: „In der Nacht, als Ronja geboren wurde, rollte der Donner über die Berge. Ja, es war eine Gewitternacht, dass sich selbst alle Unholde, die im Mattiswald hausten, erschrocken verkrochen…“ Mitten im Wald, zwischen Räubern, Graugnomen und Wilddruden, wächst Ronja, die Tochter des Räuberhauptmanns Mattis, auf. Eines Tages trifft sie auf ihren Streifzügen Birk, den Räubersohn aus der verfeindeten Sippe von Borka. Und als die Eltern den beiden verbieten, Freunde zu sein, fliehen Ronja und Birk in die Wälder…

Verfasserin: Astrid Lindgren wurde 1907 im schwedischen Småland geboren und starb 2002 in Stockholm. Die „bekannteste Kinderbuchautorin der Welt“ (DIE ZEIT) wurde u.a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, dem Alternativen Nobelpreis, dem Schwedischen Staatspreis für Literatur sowie dem Hans-Christian-Andersen-Preis ausgezeichnet.

[Verlag Friedrich Oetinger (1982)]

Meine Meinung: Eine Geschichte aus meiner Kindheit. Ich weiß nicht, ob ich das Buch als Kind selbst gelesen oder doch eher vorgelesen bekommen habe. Jedenfalls hatte ich auch das Hörspiel auf Musikkassette und habe den Film geliebt. Nun habe ich mir vor etwa 15 Jahren das Buch noch einmal selbst gekauft und damals natürlich gelesen. Allerdings wurde es jetzt Zeit meinem ältesten Sohn mit Ronja und Birk bekannt zu machen. Es ist so unsagbare Freude und ein wirkliches Privileg seinen eigenen Kindern solch tolle Kinderbücher wie die von Astrid Lindgren vorzulesen.

Ronja ist ein starkes, mutiges Mädchen, das in ihrem Mattiswald mit all den seltsamen, mysteriösen Wesen einige – auch sehr gefährliche – Abenteuer bestehen  muss. Welch großartige Idee, dass gerade die verfeindete Räubersippe in die andere Hälfte der geteilten Burg zieht und die beiden Kinder sich anfreunden.

Einen Sommer im Wald ohne Eltern zu verbringen, welches Kind findet diese Vorstellung nicht spannend. Eins mit der Natur sein, Freundschaft erleben, Wildpferde reiten und schwimmen so lange man will. Mein Sohn fand die Geschichte toll, wobei er schon manchmal fragte, ob Ronja und Birk ihre Eltern gar nicht vermissen. Gerade die Geschichte rund um den Streit mit Mattis und Ronja fand er etwas befremdlich. Es ist ja auch schwierig zu erklären, warum Mattis sagte, dass er keine Tochter mehr hat. Bei Mattis‘ Launen bekommt man ja auch echt ein Schleudertrauma, aber trotzdem ist er – wie alle anderen Protagonisten – so liebenswert.

Ein Kinderbuchklassiker, der in jedes Bücherregal gehört!

Bewertung: 5 von 5 Punkten

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2 Kommentare zu “Ronja Räubertochter (Astrid Lindgren)

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