Fortpflanzung folgt (Jan Jepsen)

Veröffentlicht 13. November 2017 von erlesenebuecher

Pinguine, Prachtossi & Nickel

Appetithäppchen: Unterwegs in die Antarktis lernt Jerk Hansen die unwiderstehliche Lisanne, Biologin und Pinguin-Forscherin aus Down Under, kennen. Und das sehr viel inniger, als ihm lieb sein sollte. Denn zeitgleich erreicht ihn ein unzweideutiges Ultraschallbild aus heimischen Gewässern. Hansen ist „papalysiert“ – erschwerte Bedingungen für seine antarktische Affäre. Kann man das noch unter Jungegesellenabend verbuchen? Irgendwo in den internationalen Gewässern einer polaren Parallelwelt? Oder betrügt man damit gleich zwei Frauen? Den ersten Teil der Antwort erhält er bereits von Lisanne selbst, als den Ultraschall entdeckt und ihm rigorose Entscheidungshilfe leistet…

Verfasser: Jan Jepsen, laut seiner Mutter in der Nacht der großen Sturmflut gezeugt, kam pünktlich zum Nikolaustag 1962 in Hamburg/Övelgönne zur Welt. Studienanfänge an der FU Berlin kollidierten mit unbändiger Wanderlust und der Erkenntnis, das nicht jeder Schreiben im Sitzen lernt. Unterwegs begann er zu fabulieren und fotografieren. Er bereist seit Jahren für verschiedene Magazine die Welt. Einer der größten weißen Flecken war für ihn die Antarktis. Mit einem russischen Eisbrecher war er auch auf den Spuren der Antarktispioniere unterwegs – seine ganz persönliche Eiszeit. »Fortpflanzung folgt. Eine antarktische Äffäre« ist sein dritter Roman. Jan Jepsen lebt in Berlin.

[Berlin Verlag (2014)]

Meine Meinung: Ich rätselte und rätselte während des Lesens, wie dieses Buch zu mir gekommen ist. Ich habe beim Vorstellen des Buches geschrieben, dass es mir empfohlen wurde, aber von wem nur und vor allem warum nur. Die Thematik fand ich eher mau und die Umsetzung etwas anstrengend lustig. Das einzige, was wirklich interessant war, war, dass die Reise in die Antarktis ging.

Tja, worum geht es? Eigentlich um Männer und Frauen und mal wieder darum, dass sie wohl irgendwie nicht zusammen passen und so verschieden sind. Allerdings kommen die Männer, hier vor allem der Protagonist Hansen, nicht gut weg. Ich weiß ja nicht, ob Männer, wenn sie das Buch lesen, ihn total cool und lustig finden und gerne mit ihm abklatschen würden. Immerhin reißt er auf der Reise in die Antarktis die heiße, verheiratete Biologin auf, während seine schwangere Freundin Zuhause sitzt…

Zum Glück ist das Buch von einem Mann geschrieben, so können die Herren nicht sagen, dass frau wieder mal nur das Klischee über den bindungsängstlichen Mann schreibt, sondern man (oder eben eher frau) kann sagen, tja, schade und irgendwie traurig. Also ich konnte keine richtigen Sympathien für Hansen aufbauen. Klar, es ist überspitzt und vielleicht nur ehrlich, aber leider auch einfach nur egoistisch, platt und null empathisch.

Es gibt zwischendurch ein paar lustige, amüsante Sequenzen mit markigen Sprüchen. Aber der Autor versucht wirklich in fast jedem Satz ein Feuerwerk der lustigen, eloquenten Wortfetzen abzufeuern, so dass ich es – vor allem zu Beginn, als man sich noch nicht dran gewöhnt hatte – eher als anstrengend empfunden habe.

Bewertung: 2,5 von 5 Punkten

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