Märchenmond (Wolfgang und Heike Hohlbein)

Veröffentlicht 9. Dezember 2017 von erlesenebuecher

ABGEBROCHEN!

Appetithäppchen: Der Mond schien nicht mehr durch das Fenster herein. Es herrschte tiefe, rabenschwarze Nacht. Plötzlich hörte Kim ein leises, knarrendes Geräusch. Der Schaukelstuhl im Zimmer bewegte sich sacht vor und zurück. In ihm saß ein weißhaariger, bärtiger alter Mann. „Nur du, Kim, kannst deine Schwester retten“, sagte er. Seit Tagen liegt Kims Schwester Rebekka bewusstlos im Krankenhaus. Ihre Seele wird im Lande Märchenmond vom Zauberer Boraas, dem Herrn des Schattenreiches, gefangengehalten. Kim ist der einzige, der sie befreien kann. „Aber ich muss dich warnen“, sagt der alte Mann, „es könnte gefährlich werden.“ Es wird gefährlicher, als selbst er oder Kim ahnt…

Verfasser: Wolfgang Hohlbein (* 15. August 1953 in Weimar) ist ein deutscher Schriftsteller in den Genres Horror- Science-Ficton- und Fantasyliteratur. Mit rund 43 Millionen verkauften Büchern zählt er zu den erfolgreichsten Autoren Deutschlands. Sein Durchbruch gelang ihm 1982 mit dem zusammen mit seiner Frau Heike Hohlbein (* 3. November 1954 in Neuss) verfassten Roman „Märchenmond“. Laut Hohlbeins Angaben ist sie es, die das „zauberhafte Element“ in seinen Fantasy-Romanen hinzufüge. Wolfgang Hohlbein lebt in Neuss.

[Ueberreuter (1983)]

Meine Meinung: Jetzt gegen Ende des Jahres leider schon das zweite Buch, welches ich abbrechen musste. Ich habe aber auch ein wenig das Gefühl, seitdem ich umfangreich – das erste Mal in meinem Leben – Bücher aussortiert habe, breche ich etwas leichter Bücher ab, da ich noch so viele gute Bücher habe, die auf meinem SuB warten und ich keine Lebenszeit mehr für Bücher, die mir nicht gefallen, verschwenden will.

Aber hier ist der Fall auch etwas anders. Ich habe das Buch bereits zweimal in den 90ern gelesen und ich kann mich eindeutig erinnern, dass ich es super fand. Nun dachte ich, wird es Zeit, es mal wieder zu lesen, da der Inhalt sich doch nicht so richtig in meinem Gedächtnis verankert hat. Jedoch merkte ich relativ schnell, dass es momentan so gar nichts für mich ist. Ich musste schon zu Beginn ständig an „Die Brüder Löwenherz“ und auch „Mio, mein Mio“ denken, wobei mir dieses Buch hier als billiger Abklatsch vorkam. Das wurde im Verlauf des Buches immer schlimmer. Es kamen viele Motive von „Herr der Ringe“ und „Der König von Narnia“ vor und ich ärgerte mich immer mehr.

Es war für mich ein sehr zähes Unterfangen (nach der Hälfte gab ich auf) und mit dem Protagonisten Kim kam ich gar nicht klar. Ein kleiner Junge, der plötzlich wie ein erfahrener Kämpfer agierte und seine Schwester, wegen der er in das Land Märchenmond kam, völlig vergaß. Schade, dass ich das alte Gefühl nicht wiederaufleben lassen konnte. Ich hatte mich wirklich auf das Buch gefreut, da ich es in so guter Erinnerung hatte. Mal sehen, ob es irgendwann in meinem Leben doch noch eine Chance für das Buch gibt.

Bewertung: 2 von 5 Punkten

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2 Kommentare zu “Märchenmond (Wolfgang und Heike Hohlbein)

  • Ach wie schade! Aber das erlebe ich auch ab und an, dass mir Bücher, die ich als Jugendliche geliebt habe heute nicht mehr gefallen. Bei Märchenmond ist mir das zum Glück noch nicht passiert. Ich lese es aber auch nicht mehr, eben damit mir das nicht passiert. Ich möchte es weiter mit den Augen der begeisterten Jugendlichen sehen, die aufgeregt in der Signierschlange bei Wolfgang Hohlbein stand und sich ihr absolutes Lieblingsbuch hat signieren lassen.
    LG
    Yvonne

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